nach
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leben getracht, einem 10000 cronen verheissen, so ihne soll ufreiben". 1Es sei sonderbar, dass man sich gar von der päpstlichen Heiligkeit(wie er es nannte) abziehen wolle, da doch decretum electionisvon allen Kapitularen unterschrieben und der Papst um Konfirmationgebeten. „Item herzog Reichard,* so noch im leben, hab erstlichdie probstei nicht erlangen können, er sei dann zuvor ab censurisabsolvirt worden. Jedoch dem sei wie im wolle, mit den furstenseien noch wohl weg, dan sieschendlich betrogen; in specie Branden-burg vermeldt, das er also hineingeführt". 2
Str. A. A. 774. Cop.
23 - Jun i 574. Ernst von Köln an Wilhelm von Baiern.
3. Juli (Vorschlag eines katholischen Konvents zu Würzburg, allenfalls auchAnder- ohne Mainz. Parmas Verzögerung der Restitution.)
Hat W. Aufträge an etliche katholische Stände „auf dieserunser zuruckrais" verrichtet. Hat in dem Punkt die sämmtlichenkatholischen R. Stände betreffend die Opinionen ungleich und zumTeil kalt befunden und schlägt, da periculum in mora, eine per-sönliche Zusammenkunft der vornehmsten katholischen Stände vor;es könnten, da die Protestierenden ihre Zusammenkünfte gewöhn-lich mit dem Namen einer Hochzeit oder Kindstaufe schmücken,auf Jakobi gelegentlich der Kirchvveih zu Würzburg W., Bamberg,Eichstätt, Mainz, Trier, er und Salzburg sich treffen. Trier warneulich geneigt; Mainz, in solchem Werk fast kalt, wird sich viel-leicht entschuldigen; die Beschlüsse können, auch wenn Mainz seineMitwirkung versagt, effektuirt werden. Bittet W., ohne ihn zunennen, bei Würzburg Anregung zutun; da die Zeit kurz, könntedie Kirchweih auf Bartholomäi verschoben werden. 3 Parma sollauf Anregung ungewogeuer Leute die Restitution der kölnischenPlätze verschieben wollen; schickt sein deshalb an den Kaiser ge-richtetes Beschwerdeschr. hierüber und bittet W. um Weiterbeför-derung sowie um eigene Mahnung an Parma.*
Ma. 993134. Or.
* „No. ist seltzam zu versteen, weil der herzog damals, als er dieprobstei bekommen, noch papistisch gewessen".
1 Vgl. No. 467.
2 Beiliegend ein Sehr. Botzheims an den Kf. (Gebhard, dem auchdie Relation getan wurde, 21. Juni, eigh.).
8 Nach einem Sehr, des B. Julius von Würzburg an Baiern vom3./13. Juli erwartete J. zur Einweihung der neuen Kirche im Sept.ausser Baiern nur Bamberg und Ellwangen; Mainz, „dieweil er jezodanieden", habe er nicht bemüssigen wollen, dagegen könnte manden Markgrafen (Georg Friedrich) zugleich oder auf den Tag nachder Weihe einladen. Vielleicht Hesse sich auch Würtemberg durchMelchior Jäger „in unsere schirrasverein" bringen. Ma. 113/7, eigh.).Vgl. Stieve IV, 17 f.; über die damaligen Versuche Erzb. Ferdinandsin dieser Sache bei Würtemberg Hirn II, 149 f.; 175; über die An-regungen wegen der römischen Königswahl bei Würzburg Stieve,Verhandlungen u. s. w. S. 15; bei Würtemberg Hirn II, 110 A 4;Zöchbaur S. 39.
4 Vgl. No. 529; Stieve IV, 541.