485. 1591 457
Hessen: bei der Ex. 0. zu bleiben; es gehöre nicht hieher. JanuarAn Kaiser lieber zu schreiben statt zu schicken. Februar
Brandenburg: wiederholt für Erlegung der 2 Monate; „undwerde also darnach ein gemein werk, weil man es sonderlich zuvorge[?J het; wer sonst ein schimpf.
Sachsen: Schickung ansehnlicher als Schreiben. Auf andereMittel können die wenigen hier Anwesenden nicht schliessen.Nichts wider das zu handeln, was auf dem Dep, Tag verworfen,„nemblich das man inen nicht gelt geben soll". Jülich seigar parteiisch und wolle die Spanier nicht offendiren. „Haben sieauch noch kein hülf gesucht. Schickung mus doch vorher geen".
Dinstag Nachmittag.
Alle Brandenburgischen erinnern: es seien in das Conc. dieWorte „im reich" hineingebracht, dagegen die bewilligten Worte„die von recht und billigkeit wegen einem gepuren" ausgelassenworden.
Pfalz: Haben nicht vermeint, „das man andere guter aus deinreich auch darunder verstanden".
Braunschweig: Verstanden es dahin, dass man, „da Branden-burg nicht auf Preussen stee", nicht Ursache habe sich einzu-lassen; darum seien die Worte: was einem von Natur, Rechtu. s. w. beschlossen worden.
Hessen: Keine Instruktion; meinten, man solle es stehen lassenwie in der Erbverbrüderung, sonst gäbe es Bedenken; „die wort:im reich seien nicht vorgelaufen".
Magdeburg „(gleichwol unerfragt); die wort: im reich seinnit vorgelaufen".
Ansbach : „Darumb hab man nein gesetzt; wan etwas dazukerne, das man noch geben soll" [?].
Kurbrandenburgischer Kanzler: „Die Hessischen sein in irenvotis zuwider gewesen".
Hessen: „hat es widersprechen wollen und gepeten ir damitzu verschonen".
Sachsen: „Er canzler sei von seinen mitverordneten bericht,was vorgelaufen"; da er die Freundschaft zwischen Sachsen undBrandenburg kenne, billige er zur Abwendung Missverstands dieWeglassung der Worte [im Reich].
Brandenburg: Man habe nicht propter monendum monirt,sondern nur zur Erinnerung, was eines jeden Notdurft erfordereund beschlossen worden sei. Es sei billig, dass man jedem helfe.Die Aenderung nach dem Vorschlag Sachsens vorgenommen.
Verlesung des Nebenabschied ; . . . . des Abschieds wegender Dep. Sachen. Zu erwarten Ansuchen der jülichischen Ständeoder kais. Resolution auf Relationes.
Pfalz.: ist es zufrieden.
Brandenburg: Kreisordnung werde nicht gehalten; wäre billig,dass man ihnen helfe.
Magdeburg: „Die herzogin von Preussen die such stetigs hilfbei Brandenburg"; Pfalz habe auch Forderung wegen der Lehen-schaft, „auch die jung Pfalz wegen ihrer gemahlin".