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3 (1903) 1587 - 1592
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426
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426 1591 478479.

Geschlecht haben, aber das steht doch, noch in sehr weiten Bergenund allein in Gottes Hand. Diese Anwartschaft könnte auch, fallsM. L. und ihr Bruder keine männlichen Erben mehr erhalten, durchandere Fälle gänzlich fallen und erlöschen, wie auch die Landeselbst auf solche Fälle ihre Notdurft bedenken würden. DurchVerheiratuug aber von M. L. zweiter Tochter mit dem Sohn desAdministrators würden die drei weltlichen Kurhäuser so durchHeirat unirt, dass sich die Lande von M. L. Vater solcher Unionauf alle Fälle merklich zu trösten hätten, wie er auf diesen Fallder gleichwohl ungewissen Anwartschaft halber sich gegen dasHaus Brandenburg so zu erweisen geneigt, dass man spüren solle,dass er durch diese Heirat nicht eben Land und Leute, sonderndie Vermehrung guter Freundschaft gesucht habe und noch suche.Versieht sich daher, M. L. werde seinem Pflegesohn keinen andernvorziehen, dessen und ihre eigene Reputation in Acht nehmen undauf vorigem Erbieten verharren, wie an ihm selbst billig ist. 1 . . .

Berlin. E. XXXV. C. 5. Cop.

27.Januar 479. Re lation des mai nzischen Gesandten Philipp

6.Februar Ul mer vo n Diepurgh.

(Werbung und Beantwortung in Heidelberg wegen des Einfalls nieder-ländischer Truppen in Westfalen.)

Seine Werbung beantwortet im Namen J. C. von dem KanzlerDr. Reuber: Erwiderung des Zuentbietens unp Glückwunsches;J. C. habe ebenfalls mit Befremden durch L. Wilhelm von demstaatischen Einfall in Münster und Paderborn gehört, der denErklärungen der Staaten gegen die Abgeordneten der Kreise undauf dem Dep. Tag durchaus zuwiderlaufe, und sofort die Staatenschriftlich abgemahnt, wogegen sie den Einfall als gegen ihrenWillen geschehen und für eine Privatsache ihres Obersten Ober-stein erklärten, dem sie die Abführung des Kriegsvolks befohlenhätten ; a daher glaube J. C. nicht an die von Oberstein vorgebrachteDrohung. Sollten aber Mainz und Trier wirklich bedrängt werden, sowerde er seiner Verpflichtung gemäss der Kurvereinigung und denR. Konstitutionen getreulich nachkommen. 8 J. C. wolle die Staaten

1 Inzwischen hatte sich die Herzogin bereits zu GunstenBrandenburgs entschieden; am 18. Dez. 1590 berichtet D. Büttneraus Ansbach dem M. Georg Friedrich über Verhandlungen mitkurbrandenburgischen und magdeburgischen Räten zu Halle vom25. bis zum 27. November, wobei man u. a. beschloss, in der Heirats-sache auf die Beiziehung des Kaisers einzugehen,weil I. F. Gn.[die Herzogin] gegen E. F. Dt. in neherem schreiben sich so weitercleret, das dieselb nunmer das haus Brandenburk der Pfalz vorzu-zihen bedacht" (Berlin, R. XXXV. C. 3a, eigh.).

2 Vgl. Bor III, 549 f.; Weinsberg IV, 118 f; Pieler, Fürsten-berg S. 144 ff.; Häberlin XV, 511 ff.

s In einem Sehr, vom 6. Febr. an Trier, der gleichfalls um Ratund Beistand gegen das staatische Volk, das Mainz und Trier heim-suchen wolle, gebeten hatte, erwidert J. C, der Ueberfall der StifterKöln, Paderborn und Münster sei gegen den Willen der General-