Druckschrift 
3 (1903) 1587 - 1592
Entstehung
Seite
416
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416 1590 464-466.

16. Dezbr. 464. Landgraf Wilhelm an Johann von Nassau.

Der Kf. von\& soll bei einem Fall den Hals gebrochenhaben. Ist dies wahr, so sollten die Kapitularen der drei Stifterdie derselbe innegehabt, eiligst zusammentun und Neuwahlen vor-nehmen,ehe ihnen andere, die ihnen zu schwer sein mochtenintrudiret werden". 1

Wiesbaden. Or.

17.Dezbr.465. Ulrich von Mecklenburg an Johann Georg von

zumneuen Brandenburg.

Kloster

Erklärung über die pfälzisch-sächische Verabredung [vom 24. Nov.J.Ein politisches Werk. Verweist auf sein Sehr, vom 25. Juli undseine Erklärung vom 14. Sept. Lehnt jede politische Vereinigungab, ebenso jede Einschränkung des Projekts auf die Religion oderauf einen begrenzten Termin (50, äO, 30 Jahre). Kann beiseinem hohen Alter und seinen massigen Einkünften der Posterität

keine solche Verpflichtung aufladen .....Der Kaiser müssle

doch jedenfalls ausdrücklich in Acht genommen werden. J. G.kann hieraus entnehmen, wie seine Eäte, falls er sie zur Za-sammenkunft schicken sollte, votiren werden. 2

Berlin. Unionsacta I. Cop,

24.Dezbr.466, Johann Casimir an Markgraf Georg Friedrich.Heidel-j, erg G. Fr. weiss voraussichtlich, wie er zu Plauen übernahm wegen

der vertrauten Sache mit Braunschweig zu handeln,warumb sichsauch so lang verzogen, das wir demselben unserm versprechenbishero kein genueg tun konden". Jetzt nahm er seinen Rückwegvon dem Besuch bei Kursachsen zu Braunschweig, der sich dasWerk wohl belieben Hessund ein hohe notturft ermessen, dassolch gescheft nicht lang ufgeschoben, sonder furderlich ins werkgerichtet werde. 3 Darauf wir uns mit des churf. zu Sachsen L.

1 J. antwortet am 20. Dezember, er habe es auch gehört, ebensosein Sohn Johann kürzlich zu Heidelberg von Statthalter [Dohna],Kanzler und Räten. Kf. Ernst besass übrigens nicht nurdreiStifter", sondern fünf Bistümer und eine Abtei.

2 Vgl.No.416; Muffat S.6f. U. Instruktion für seinen Gesandtenzum Torgauer Konvent, Güstrow 14. Jan. 1591, ganz in diesem Sinnabgefasst, verweist auf obiges Sehr, sowie auf seine frühere Erklärunggegen Sachsen und Brandenburg und auf die Erklärung etlicherFürsten gegen Navarra vom März 1585 (Br. J. C. II. 336 A. 2).

8 Vgl. No. 453; 457. Am 3. Dez. schreibt Heinrich Julius vonBraunschweig aus Grüningen an Kf. Christian, J. C. sei gestern Abendhier bei ihm eingetroffen und habe diesen Morgen ihm von den Ver-handlungen über eine evangel. Zusammensetzung vertraulich Mitteilunggemacht sowie ihm den Plauischen Abschied zu lesen gegeben; erhalte das Werk angesichts der Zerrüttung im R. und der spanischenund päpstischen Praktiken ebenfalls für hochnötig und werde seineRäte, die er J. C.für S. L. von hinnen scheiden" namhaft gemacht,mit genügender Vollmacht und Instruktion zur Vollziehung diesesnützlichen Werks abfertigen (Berlin ebd. Cop., von Kf. Christian am7. Dez. nebst der Dresdener Vereinbarung mit J. C. dem M. GeorgFriedrich zugeschickt).