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430. Heinrich Pelen an Dohna. 3.0ktober
Kassel
. . „Uf das sohr. an P. were wohl viel zu sagen, ist mir P.abwesens bedenklich. Aus bevelch aber sollen E. Gn. dem Jolyschreiben, was es für ein gelegenheit mit dem gelt zu Strassburgbab, und das P. diesmal ein mehrers nicht tun könne, als indem schreiben an die rat begrifen. Ich sehe kein mittel, wiewir mit unserm leern seckel das werk, so bereit am rocken ist,abspinnen werden konden." Vorschlag im Rat, bei Braunschweigund Sachsen, bei ersterem durch Putlitz, ein Anlehen zu begehren.„Das ist ein herlicher anschlag. An beiden orten ist es vergebens,und dessen hab ich zimblichen grund." . . . •
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431. Die Räte zu Frankfurt an Johann Casimir. 4 Oktol)er
Frankfurt(Beratung über die Erklärungen Parmas und der Staaten im Kff.Bat. Wiederholtes Ansuchen bei beiden Parteien oder Exekution?Ungleiche Meinung in beiden Räten. Ein Anbringen Jülichs.)
Gestern fernere Deliberation auf die eingetroffene Relationder Gesandten zu Parma und den Staaten. Mainz fragte, ob diefrüher bedachte Relation den Kommissaren überreicht oder aufdiese jetzt eingetroffene Erklärung der kriegenden Teile dieBeratung auf einen andern Weg gerichtet werden solle.
Trier votirte dahin : die vorige Relation könne vor sich gehen;aber es würde doch nach dem Erbieten beider Teile, zumal derStaaten, ein seltsames Ansehen haben sofort zur Tätlichkeit zuschreiten; sie hielten es für den feineren Weg, nochmals bei beidenTeilen um Restitution anzuhalten und von hier aus Parma unterMitteilung der staatischen Resolution aufzufordern, die Restitutionnicht ferner zu verweigern, die Staaten aber zu vollkommener Re-stitution (unter Hinweis auf die Schanze Grafenwert) zu ermahnen.Dann könnte man die ganze Friedenshandlung dem Kaiser anheim-stellen, im Sehr, an die Staaten sich etwa zur Vermittlung einesFriedens erbieten, „wie dan Spanien ihr albereit denselben hettenbelieben lassen". Sollten andere kurf. Räte auf ihrer vorigenMeinung bestehen, so sollte diese ihre jetzige Meinung der Relationan die Kommissare inserirt werden. Köln und Mainz stimmtenbei. Erst nach dem Scheitern des gütlichen Versuchs solle manvon den Mitteln zur Rekuperation etc. reden. Pfalz, Sachsen undBrandenburg fanden die staatische Erklärung nicht derart, um vonihrer vorigen Meinung abzugehen, und weitere Sehr-' an diekriegenden Teile ganz überflüssig; die Staaten äusserten sichoffen, sie dürften sich zu keinem Frieden mit Spanien bewegenlassen und wer ihn ferner bei ihnen suchen wollte, würde vomgemeinen Mann übel traktirt und angesehen; Parma stärke sichtrotz des Erbietens der Restitution immer mehr und sein Kriegs-volk lasse sich vernehmen, Parma gebiete, was er wolle, so wüsstensie doch Spanien anders gesinnt, nämlich dass sie von den Orten,die sie inne haben, nicht weichen sollten. Daher eilende Hülfe