310-312. 1590 295
310. Gradenigo an den Dogen. *?•
27.
Der französische Sekretär hat noch immer keine Audienz heim MärzKaiser gehabt und lässt sich deshalb am Hof nicht wie sonst Pra £sehen. Dies ist das Werk des Nuntius und des spanischen Ge-sandten, die beim Kaiser und bei Rumpf sogar darauf drangen,„perche egli sia licentiato di corte", als Diener eines Exkommuni-zirten, der nicht K. von Frankreich sei. „Di questa negoci-ätione non e dubbio, che l'ambasciator die Spagna e il guida,ne il noncio fugge l'occasione di servir all' ambasciator", indem ererklärt bei der bisher nicht zurückgenommenen alten Kommissiondes Papstes bleiben zu müssen, „la quäle e che quandol' imperatoraccetti il detto secretario per ministro di Navarra come re diFranza, egli fatta la protesta si levi di corte. In questa sostanzaS. S. rev ma ha parlato all' imperator piü d'una volta et dall' effettosi conosce che sin' hora gli e riuscito bene". .......
Wh. D. V. XVII. Or.
311. Krell an Christian von Sachsen. 19. März
AnnaburgDer Kanzler Distelmeier erklärte auf Mitteilung der Repliknebst Anzeige in der bewussten Sache, er könne dem Kf. nichtsvorschreiben, wolle sie ihm aber zustellen. Im Diskurs zwischenihm, Dr. Paul und dem Kanzler ergab sich, dass dieser vorher„die dinge nicht allenthalben dergestalt innengehabt, wie sie ihmvon uns erklert worden". Sie bemerken, das Brandenburg in denSachen gar zu sorgfältig ist und „daneben Pfalz halben vileichtauch andere gedanken haben mögen, die wir doch dem canzler, sogut wir gekont, genommen". 1
Dr. 7281. Eigh.
312. Instruktion Christians von Sachsen für seine(20.März)an Ferrara, Toskana und Mantua abgefertigtenGesandten Starschedel und Zündelin. 8
„Profectionem suam in Italiam maturabunt."• Zuerst Werbungbei Ferrara (Freundschaft der Väter, vorzügliche_ Eigenschaftendes Herzogs). „Magno duci Hetruriae ante omni'a moram lega-tionis hucusque dilatae a causis et impedimentis excusabunt, quae
1 Am 14. März schreibt Pauli aus Dresden an Camerarius: „Hachora cnim currum conscendo, Annaburgum cum ill mo electore profect-urus, quo elector Brandenburgicus proxima die lunae [23. März]ad S. Cels. veniet"; dann sollen sie mit L. Wilhelm in Türingen oderKassel zusammenkommen; über J. C. bemerkt er: „non dubium est,quin in illius perniciem multa coquantur, quia pontificii vident illumunum in Germania aliquid audere; sed fortassis ille iam cogitat, quo-modo hostium machinationibus obviam eat" (Bm. Coli. Cam. XXIV).
2 Vgl. Gott. Gel. Anz. 1900 S. 555 A.lund2. In dem Beglaubig-ungsscbr. Kf. Christians an Ferdinand von Toskana, Annaburg 20. März(für „D. Ottonem a Starscedel praefectum Torgensem et D. Wolfgangum