294 1590 308—309.
sapessi, che con lei non era stato trattato di cosa tale per nomedi quel duca et che io lo poteva scrivere a V. M tä , ma che bencon suo singolar contento havea inteso che andava tolerando etadmettendo, che secrettamente nel suo stato si celebrasse la raessa,che dava inditio di buona intentione, et che a dio piacesse chetutti i principi di Germania che sono fuori del grembio di questachiesa pigüassero questo Camino, che anco la M & V. sarebbe meglioobedita. Da che pur si comprende, et anco dal non haver mos-trato (per quanto a me pare) intiera sodisfattione delladimandamia,che sia alcuna prattica in piedi in tal proposito, come scopriräil tempo". 1
"Wh. Ms. 595. VII. f. 522. Or.
16. März 309. Dorothea Susanna von Sachsen-Weimar anWeimar Elisabeth von Sachsen. 2
Ihr Bruder J. C. war beim Kf. von Sachsen zu „Blauhe", auchM. Georg Friedrich; was sie beisammen gemacht haben, davonwill niemand etwas wissen; man vermutet aber, es habe J. C.Gemahlin belangt, die er in ein Gemach in Haft getan hat; nie-mand darf zu ihr als des Marschalls Hausfrau und zwei ihr insGemach zugeordnete Frauen. Warum es J. C. getan, wird E.auch erfahren haben; „sie hat mit dir und mit mir geaifert, hatsie darvor in ihren bösen gegriffen"; es sucht keiner einen hinterdem Ofen, er sei denn vor dahinter gewesen. Will nach Osternden Bruder in Heidelberg besuchen und hofft da den rechten
Grund zu erfahren...... Vor Ablauf des Jahres wird man
wohl Zeitung erfahren der Religion halber zu Dresden; es „ekelt"sie sehr, dass der Bruder und der Kf. von Sachsen zuerst, wie siezusammenkamen, einander gar sauer angesehen haben; aber denandern Tag besprachen sie sich bei zwei Stunden allein in einemGemach und waren darnach gar guter Dinge mit einander und habensich, wie das Geschrei geht, geherzt und geküsst; ob es nun dieReligion oder J. C. Gemahlin betrifft, kann man noch nicht erfahren.
Koburg, A. I. 32. a. 3. No. 95. (nach Auszug von Herrn Staatsarchivar Brückner).
1 Gegen den venezianischen Gesandten äusserte sich auf dessenBefragen der Papst in ähnlicher Weise (Badoer 14./24. Februar, HübnerIII, 359). Schon im Januar hatte Sixtus V. gesagt, er wünschte ebenso gut wie den Gesandten Navarras auch solche von Sachsen, den andernLutheranern und dem Türken selbst hier zu sehen, und am 28. Februar,10. März berührte er im Gespräch mit dem toskanischen Gesandten dieBekehrung Navarras, Englands und Sachsens (Desjardins V, 73; 92).
2 Die Schreiberin, Wittwe Johann Wilhelms, und die Adressatin,Gemahlin des gefangenen Johann Friedrich von Sachsen, sind beideSchwestern J. C.; vgl. Kluckhohn I S. LH ff. Kurz vor der Kata-strophe hatte Dorothea Susanna noch Sehr, aus Heidelberg erhalten, indenen ihr J. O. (15. Okt. 1589) mitteilte, er, „unsere geliebte gemähelinund kinder" seien „bei ebenmessigem wolstand", und Pf. Elisabeth(17. Okt.), sie, Gemahl und Kinder befänden sich gesund und glücklich(Weimar, Archiv A. 196 f. 282; 321, Orr.). Am 8. Dez. 1590 schreibtdann J. O, was seine und der Seinigen Gelegenheit betreffe, werde D.S. von ihrem Sohn Jobann Casimir [der kurz vorher in der Pfalz gewesenwar] alles mündlich vernehmen (ebd. 283, Or.).