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Stellung des am kais. Hof vorgenommenen Prozesses und Restitu-tion des Ihrigen hinzuwirken, ferner den hiesigen Rat zur Festig-keit zu ermahnen, namentlich aber die beabsichtigte Sequestrations-kommission in suspenso halten zu helfen.
Str. A. A. 773. Coric
22.Januar 289- Gutachten Schombergs für Christian von
Sachsen. 1
(Schirmvereinigung der prot. Stände nach dem Muster des Landsbergischen
Bundes; Ursachen; Nutzen; Gefahren.)
„In der vorstehenden schirmvereinigung der protestirendestende ad instar des Landsbergischen bunds müssen vornehmlicheuconsideriret werden fünf puncten:" I) Die Ursachen: 1) der miss-liche Zustand im R.; 2) das feindliche Vorgehen fremder Poten-taten gegen Glieder des R.; vgl. Parmas Mandat an die ev. Nieder-länder zu Aachen, sie sollten binnen 40 Tagen die Stadt räumen,die weder frei noch neutral sei; Parma will nicht nur AachenSpanien Untertan machen, sondern auch auf dem Gebiet Jülichseigenmächtig eine Brücke über den Rhein schlagen; dies alles seitder Bestätigung seines niederländischen Gubernaments; 3) die Ab-sichten der hl. Ligue; 4) Einführung fremden Kriegsvolks durchkath. R. Stände, z. B. Köln und den B. von Strassburg; 5) Be-drängniss kath. Stände gegen ihre ev. Untertanen; 6) ihr Beifallund Vorschub für die Ligue u. a. durch Verweigerung des französ.Königstitels gegenüber dem jetzigen ev. König, während die Prote-stirenden in Bezug auf den eingedrungenen Kf. von Köln ganzanders gehandelt haben; 7) der schädliche Missverstand unter denPrctestirenden selbst.
II. Der zu erwartende Nutzen: 1) Die bestehenden Verpflicht-ungen der Protestirenden zu gegenseitigem Schutz sind „ein con-fusum cahos" während der Landsbergische Bund in Baiern einHaupt besitzt, das eine Anzahl Befehlsleute in jährlicher Bestallunghat und den Protestirenden entzieht; dem kann durch einen General-obersten der Schirmvereinigung abgeholfen werden; 2) ein Schwerthält das andere in der Scheide; man zeigt dem Gegner, dass manviel Köpfe unter einen Hut gebracht hat; 3) die Protestirendenwerden hiedurch und nicht zu ihrem Schaden und zu spät erstdurch fremde Potentaten wieder rekonziliirt.
III. Was Unrats daraus entstehen kann? Höchstens eine „ge-fährliche aufwicklunge" unter den Katholischen.
IV. Wie dem zuvorzukommen? 1) Anerbieten des Eintrittsan den Kaiser für seine Erblande und andere kath. Stände; 2) keinausländischer ev. Potentat aufzunehmen, wenn nicht das Vorgehender Ligue dazu nötigt; 3) das Bündniss aufDefension des Rel. undProfanfriedens und mehr gegen aus- als inländische Vergewaltigungzu richten; 4") dem Kaiser und den andern zu Gemüt zu führen,dass man nur die früheren Bündnisse in eine andere Form bringeund den kath. gleichmässig mache.
1 Vgl. Ritter, Br. und A. I, 30; Arch. f. sächs. GeschichteVII, 294 f.