Druckschrift 
3 (1903) 1587 - 1592
Entstehung
Seite
237
Einzelbild herunterladen
 

255266. 1589 237

Daraus muss folgen, dass beiderseits noch viel argwohns (wie daner selberst bekennet) im gemut steckt." Die Frage ist, ob dieSuspizion seiner Person halber besser durch seinen Weggang vonhier bis zu Ablauf der Legation (wie Mansfeld und Solms melden)oder durch eine runde deutsche Erklärung (wie hiebei) der Gründeseines Hieherkommens diskutirt werden könnte. Seines Erachtens(aber ohne dem Urteil Mansfelds, Meckbachs, Ws. und des Admini-strators opponiren zu wollen) wird man,ob man wohl uf diserätziger legation das gröbste durch gottlicher Verleihung möchteabhobeln", doch in dieser u. a. Sachen immer die Leute gebrauchenmüssen,dardurch sich hernechst die kais. rät, das sie hinder-gangen und gedeuschet, villeicht so gar unbillich nit zu beklagen."Ihn künftig ganz von hier und diesen Sachen auszuschliessen wirdwohl einem christlichen Herzen nicht beifallen. Dagegen werdensie bei Mitteilung seiner offenen Erklärung und Erinnerung an diejetzigen Läufe, (darzu itzt die polnische handlung villeicht nit sogar inopportune infällt") zu ihrem eigenen Besten warten,bisich mich in der gegen dem administrator und auch der alhiesigenstat gegebener erklerung vergreife (wie dan in hoc theatro, daich neben dem pfaff Hansen 1 so manchen scharpfen ufseher werdehaben, nichts wird können bedeckt bleiben)".

Eine Berufung auf seine Ehe wäre lächerlichund da mansdem primat 2 nit wehren soll (welches mich verursacht das die kaiser-lichen nit wohl werden dörfen vorbringen), warumb wolte mansuf eim geringern tumbstift eim tumbdechant usque ad decisionemcausae, bevorab damit man ein schlafenden nit erweckte, nit ge-statten ? Und wird in disem allem das colnisch werk sehr respectirtwerden; dörft schier sagen, ich von meim antagonisten in despectumdes B. von Strassburg selbst möchte beistand kriegen. Adhucnetitubamus an ipsa meridiana luce lichnum quaerimus? Vale, miCandide."

Str. A. A. 772. Cop.

.256. Johann Casimir an Joachim Friedrich von 23.

Magdeburg und Heinrich Julius von Braunschweig. 0ktober

Heidel-(Die Schickung an den Kaiser. Interzession in Köln. Keine Unbescheiden- bergheir, aber mehr Ernst. Gegen Anwendung von Geschenken am Kaiserhof.Weigert sich Gebhard Truchsess zum Verlassen Strassburgs aufzufordern.Keine neue Reformation in der Pfalz.)

Auf ihr Sehr, vom 29. Sept. betr. seine Anregung wegen derSchickung an den Kaiser u. a. Beschwerden der evangel. Stände. 3

1 B. Johann von Strassburg.

2 Der Primat: Magdeburg. Vgl. Meister S. 331 f; 336.

8 Vgl. No. 244; über den Beschluss des niedersächsischen Kreis-tags zu Lüneburg im Juli zu Gunsten der von J. C. angeregtenSchickung an den Kaiser vgl. Meister S. 316; nur die VertreterHildesheims hatten protestirt (Sehr, des Domherrn Hermann von Horen-burg an Baiern, Bildesheim 11. August st. ant., wo es heisst, der rheinische