246—247. 1589 227
subjection in schutzverwandtnuss vorgehen oder doch zum wenigstenbeut oder morgen under dem praetext aufgewendten uncostens einius retentionis gesucht und praetendirt werden möchte." Was indiesem Fall ihm für beschwerlicher Verdacht erwachsen würde (ab-gesehen von der Zerrüttung im Kff. Kollegium), kann Kh. leichtermessen. Billigt, dass Kh. sich bei diesem Verdacht der Sachendes Gesandten nicht angenommen, sondern diesen nach Gebührerinnert hat. Kh. soll beim König vorbauen, sobald er merkt,dass durch diesen oder einen anderen Gesandten etwas dergleichengesucht werde, damit nichts zu Yerkleinerung und Nachteil von Kaiserund Reich eingegangen oder bewilligt werde. Will den Dingen inaller Geheim nachfragen und Kh. mitteilen, was ferner erforderlichsein sollte. 1
Mb. 414)77 f. 735 f. Cop.
247. Krell an Christian vonSachsen. 27.
Septbr.Hat dem französischen Gesandten die bewusste Anzeige getan. DresdenDerselbe dankt für die Beförderung bei Brandenburg; die andereEesolution aber machte solchen Eindruck, „dass ich ihnen darobetliche mal prae gaudio seufzen sehen." Der Gesandte erklärte,sein K. wolle es um Sachsen „mit der hant und allem seinem ver-mögen" wieder verdienen. Pf. Casimir hat für Pfalz und Baden80000 fl. bewilligt, Mömpelgart 45000 Kronen, der Administratornach Heugels Bericht 25 000 fl. Strassburg hat schon 40000 fl.geliehen; auf Nürnberg und Ulm gute Hoffnung.*
Dr. 9305. Eigh.
i Gött. Gel. Anz. 1900 S. 540 Ä. 1; 553 A. 1.
' Die Werbung Sancy's zu Dresden erfolgte am 25. Sept. Am27. Sept. richtete Kf. Christian ein Sehr, mit Kondolenz, Glückwunschund Erbieten zum Besten des Königs zu wirken an Heinrich IV. undschrieb an L. Wilhelm, er sei mit der Uebertragung. der LangensalzaerBewilligung auf den neuen K. und mit der zwischen L. W. und Sancyvereinbarten Versicherung (auf Chalons, Langres und Dieppe) einver-standen; er werde seinen Anteil (60000 fl.) am 20. Okt. einliefern (Dr.ebd.). Sancy war in Dresden insgeheim von Krell und Pauli angehörtworden (L. W. an Reuber, 30. Sept., Ma. 545/6, Or.). Am 9. Okt. schlägtL. W. dem Kf. Christian vor, zur Ergänzung des Darlehens von300000 Kronen noch eine Reihe von anderen Fürsten anzugehen; be-willigt hätten bisher: Sachsen und Hessen 100000 fl., Brandenburg34000, Pfalz und Baden 80 000, Magdeburg 30000, zusammen 244000,so dass noch 206000 fl. fehlen; diese wären so zu verteilen: Braunschweig40000, Würtemberg 50000, M.Georg Friedrich 25000, Friedrich WilhelmvonSachsen 15000, Mecklenburg 30000, Pommern 30000, Holstein 25000;der Rest könnte bei Dänemark zu erhalten sein. Christian lehnte am16. Okt. den Vorschlag ab; warum er bei Dänemark in dieser Sachenichts anbringen möchte, habe er jüngst dem hessischen Gesandten mit-geteilt. Sancy habe erklärt, der K. wünsche nicht mehr 300000 Kronen,sondern nur Gulden (Dr. a. a. O.). Vgl. Ritter I, 12 f.
15*