212-213. 1589 201
P. S. Mainz hat sich nach den Zeitungen wegen des im Trieri-schen liegenden spanischen Kriegsvolks aller Gebühr und den Ver-fassungen nach erklärt. Geschähe dies von den andern auch, sowürden diesfalls viele Klagen erspart.
Marburg, Frkr. 1589. 1. Or. (pr. Kassel 16. Mai), Dr. 9305. 1. Conc. (Krell).
213- Alexander von Parma an San demente. 28^Mai
(Ausschreitungen des Kriegsvolks im Trierischen. Veranlassung zum 7. JuniEinrücken die Rüstungen J. C. und anderer gegen Lothringen und Spaader Anmarsch Friedrichs von Würtemberg.)
Auf S. C Sehr, vom 29. April und 16. Mai, tiberbracht durchGraf Hermann von Manderscheid und übereinstimmend mit dem,was der Kaiser ihm durch den Grafen schreiben Hess. Die Zügel-losigkeit des Kriegsvolks im Gebiet Triers u. a. R. Fürsten „me apessado en el alma"; hat Einleitung des Strafverfahrens gegen dieSchuldigsten angeordnet. Alles kommt von der Schwäche der Be-fehlshaber, die seinen Vorschriften nicht nachkommen, und von seinerKrankheit. Hat schon vor dem Eintreffen des Grafen den Abzug derTruppen veranlasst und die Frage der Entschädigung der trierischenVasallen den kgl. Räten zu Brüssel überwiesen. Dem Kaiser sollS. C. vorstellen, „como allende de la necesidad qne me ha con-strenido ä prevalerme del alojämiento no he podido dejar de hacello,viendo qne el dnque Casimiro y otros prineipes del imperio vezinosarmavan ä toda furia con voz y disignio de entrar no solamenteen el estado del duque de Lorrena, cuyo amparo y conservacionel rey mi seiior tiene tan apeebos, como se sabe, pero que era conintento de venir acia Thionvila y toda esta frontera del pays deLucemburg, para ver de ocupar algunas plazas y abrirse por alllel camino ä Metz y k Francia, lo quäl yo no podia ny devia sofrir,tiniendo el cargo y la obligacion que tengo al servicio de Su M ad .Antes haviendo tenido en este puncto avisso de que el conde deMonbeliart, haviendo sentado en balde el pazo de Savoya, haviatomado la derota y viene caminando a gran priessa para ganar elpasso; que aqui digo creo que sere' forcado de aeudir allä con
Eitter, Br. und A. I, 11 f. Schon in dem Sehr, des Kf. an Branden-'bürg vom 4. Mai wird „bevorab der religion halben" Versicherung fürnötig erklärt. Da die Antwort L. W. auf das Sehr, vom 12. auf sichwarten Hess, ersuchte der Kf. W. am 26. noch einmal um sofortigeErklärung, worauf W. am 28. als Ort des Konvents Schmalkalden undausserdem die Beiziehung J. C. vorschlug. Der Kf. lehnte am 3. Junibeides ab; er und W. sollten, um Aufsehen zu vermeiden, allein am18. Juni in Langensalza zusammenkommen; dagegen sei SchombergsAnwesenheit notwendig (Marb. Frkr. 1589. I, Or.; pr. Kassel 6. Juni;ebd. die Zusage W. vom 6. Juni). Am 1. Juni schreibt Pauli ausDresden an J. Camerarius : „Haec scripsi valde oecupatus. Nam aulanostra nescio quid mutationum hoc tempore parturire videtur, quasutinam foeliciter enitatur! . . Haec inter nos dieta tarnen sinf. (Bm.Coli. Cam. XXIV, Or.). — Brandenburg hatte das sächs. Sehr, vom1 Mai am 7. durchaus ablehnend beantwortet (Dr. Or.).