Druckschrift 
3 (1903) 1587 - 1592
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184
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184 1589 195196.

11. März 195. Johann Casimir an Christian von Sachsen. 1

Ueber die deutschen Werbungen derLigeurs" und das par-mische Volk im Stift Trier; bittet um Forderung der Kaution vonden Obersten.* Es ist seltsam den Rebellen gegen ihren König undFeinden der ev. Religion Vorschub zu leisten, zumal da nachZeitungen aus Italien der Papst sich mit Spanien, Ferrara, Mantua,Savoien, Maiun und den Seinigen nach dem Tod der Guisen einerneuen Liga verglichen haben soll.

Mb. 114|1 f. 87. Cono.

berg

26. März 196. Joh ann C asimir an Pf alzgraf Johann.

hl»rt ( Bara dats Werbung und ungenügende Beglaubigung. Sehr. Schomberga.

Johann soll nicht selbst reisen).

Hat die zu Winzingen getroffene Verabredung, wonach er mitJ. an die andern Herrn schreiben oder schicken sollte, bei nähererUeberlegung nicht ratsam gefunden. 3 Ebensowenig soll Baradamit seinen ganz ungenügenden Kredenzschreiben (ohne seinenNamen und ohne kgl. Siegel) sich zu den andern Herren begeben,zumal er keine Instruktion hat und selbstwenig red und antwortzu geben und darumb das hauptwerk, wie es des konigs und ganzersachen notturft erfordert, nicht auszufueren weiss," ja die ganze

1 M. m. an Kurbrandenburg, Magdeburg, L. Wilhelm und Juliusvon Braunschweig.

. a Vgl. hiezu Ehses I. 2, 262; 269; 273; 286. Am 13. Febr. schiktJ. C. an L. Wilhelm Zeitungen über einen drohenden Einfall derSpanier in die Pfalz (Marb. Korr. mit Pfalz, Or.); am 21. Febr. berichtendie neuburgischen Räte aus Bergzabern, das parmische Volk, das nachMaestricht ziehe, lasse sich verlautenzuvor ain suppen in der Pfalzzu essen" (Mb. 327/25). Auf der andern Seite gingen die Gerüchtevon Kriegsplänen J. C. nicht aus; Minucci schreibt am 25. Jan./4. Febr.aus Rom an Baiern, der Papst habe ihm gesagt Trier und Köln wiedie BB. von Basel und Strassburg ängstigten sich über WerbungenJ. C, die aber wahrscheinlich für Frankreich bestimmt seien,regem-que ipsum ipsius [J. C] et Navarraei quesiturum amicitiam, si aGuisiis periculum imminere animadvertat". In Maulbronn erregte dieAufmahnung pfälzischer Angehöriger durch J. C. Besorgniss (Abt vonMaulbronn an Ludwig von Würtemberg 17. März, St. Pfalz 14°, II).Vgl. auch Segesser III, 392 A. 1; 427.

3 Vgl. No. 189; Ritter, Briefe und Akten I, 9 ff; ebd. 9 A. 3die Kritik der Darstellung bei Thuanus XCV. 22. Am 16./26. Febr.befürwortet Schomberg aus Blois bei Pf. Johann die Werbung des(nicht genannten) kgl. Gesandten, deramplement instruit" sei, undfügt bei:le roy attend que V. Exe. prendra vous-mesmes la peined'aller vers tous les princes pour moyenner le dict prest [300000 escus];je me veulx promettre que V. Exe. le fera" (Ma. 545/5 f. 52, Cop.nach dem eigh. Or.). Am 21. März a. St. stellt Sancy, kgl. Gesandterin der Schweiz, dem Pf. Johann Vollmacht aus für AufbringungieinerAnleihe für den K. bis zu 200000 fl. (ebd. f. 67, Cop.). Am gl. Tagbrachte Baradat seine Werbung bei Pf. Johann an (Darlehen]von300 000 6cus auf 3 Jahre gegen Versicherung auf die Einkünfte*vonLyon, Chälons und Riom tür Werbung von 6000 Reitern und 8000