181. 1588 173
betreffend" recht gemeint und ob es durch Mitteilungen von N. über ■ 6.die bewusste Sache oder durch Moncassin's Briefe veranlasst sei, Novembernoch kein Urteil bilden. Daher Beantwortung des Erbietens durchJ. „in genere generalissimo" und mit Gegenerbieten der Fortsetzungder mit M. gehaltenen Korrespondenz mit dem Gouverneur u. a.Dienern des Königs, auch Epernon, falls dieser wieder nach Metzkommen sollte. 1
IIa. 515/4 t. 432. Conc.
1 Vgl. über Moncassin und seine Stellung in Metz als StellvertreterEpernon's La Hug. II, 357 A. 2; III, 236; Br. J. C. II. 401;4U3A.1; 442; III. 135; 154(S. 150); 175; über Misstrauen Epernon's gegenM. auch Thuanus LXXXI. 10. Nach der Hist. generale deMetz III (1775) wäre M. auf Befehl Epernon's durch den Kommandeurder Zitadelle Koger de Comminges s r de Soboles wegen Verdachtsdes Einverständnisses mit Lothringen am 21./31. Okt. 1588 verhaftetworden, während La Hug. III, 228 ff; 232; 234; 236 von einem durchCouvrelles in Heidelberg angeregten Projekt berichtet, wonach Metznebst den 3 Bistümern mit Zustimmung Heinrichs III. und Epernon'sJ. C. unter französischer Oberhoheit überlassen werden sollte; M.habe mit J. C. durch La Coste und Joly verhandelt. Das Datum desobigen Sehr, ist im Conc. jedenfalls irrig als „6. 8 bria ao. etc. 88" an-gegeben. Am 27. Okt. ersucht Pf. Johann Soboles um Aufklärungdarüber, dass einem seiuer Diener Sehr, an M. zu Metz gewaltsamabgenommen und erbrochen worden seien. Ein Bericht über den Auf-enthalt eines (zweiten ?) pfalzgräflichen Dieners in Metz besagt, der-selbe sei „mardi le 29 d'oetobre" (demnach a. St.) dort angekommen,sofort auf die Zitadelle geführt und seine Sehr, dem Gouverneurübergeben worden, der Antwort versprach; M. sei bei der Musterungder Truppen durch den Gouverneur auf Befehl des K. und Epernon'sverhaftet worden und bei den Katholiken in der Stadt gehe das Ge-rücht, er werde enthauptet werden, weil er am 31. Okt. 300 huge-nottische Reiter habe einlassen wollen, um die Papisten umzubringen;die Soldaten klagten gegen ihn, er habe ihnen den Sold seit 3 Jahrenvorenthalten. Diesen Bericht nebst seiner Korr. mit Soboles schickteJ. am 1. Nov. an J. C, mit dem Bemerken: „ich sorg, es steck eingross bubenstuck darhinder". Am 28. Nov. schickt er weitere Sehr,von Soboles sowie ein Sehr. Joly's an seinen Kanzler Schwebel, alleim 0r., letzteres auch in Cop., „so gut wir sie lesen künden". DasSehr. Joly's (Cop. mit verschiedenen Lücken) berichtet, er habe M.in seiner Haft besucht und dieser ihn gebeten J. zu ersuchen „devouloir escripre ä la grande M. [J. C. ?] et dire ä la vostre qu'il n'estarreste pour aueun mesfait, mais seulement pour une sinistre opinionque N. [Epernon?] a conceu de luy, comme s'il eust partieipe auxpernicieux conseils de mons 1 ' de Tafan son frere qni s'est bändecontre le dict N.; que cela ne l'empesche pas de demeurer fort hommede bien et tres-humble serviteur ä leurs Alt. et Exe"; er hoffe baldfrei zu sein und in grösserem Ansehen als je; Joly, der sich „Grand-pierre" unterzeichnet und den Kanzler bittet an M., aber „au blanc"und durch ihn zu schreiben, hofft am 15. Dez. beim Pf. in Zweibrückenzu sein und ihm Nachrichten zu bringen, „qui luy agreeront et ätous autres". Unten ist vermerkt: „Present. Hagenaw 23. 9 bria 88"(Ma. a. a. 0.). La Noue klagt in seinen Sehr, an Montpensier vorund nach der Uebergabe von Jametz an Lothringen (19./29. Dez. 1588)bitter über das Zaudern Epernon's und seiner Vertreter in Metz, aufderen Erklärung gegen Lothringen er rechnete: noch am 20. Jan.sagt er, sie hätten bisher nur Worte gegeben; „celles de Montcassin