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13. dies nicht gelinge, der Kaiser die Infantin heirate. 1 „Tra alcuni237~ molto intendenti si ragiona", dass der Kaiser deshalb sehr bald nachAugust Sachsen gehen werde, unter Hinweis auf die Reise Maximilians mitder Kaiserin, als es sich um die Wahl Rudolfs handelte, 2 und aufdie ausgesucht liebenswürdige Pflege der erkrankten Kaiserin vonSeiten des Kf. Um so mehr sei die Reise jetzt angezeigt, „perchein questo duca vive maggior ambitione et piü alti pensieri";ausserdem ist die Verhandlung sehr schwierig, weniger wegen derSpanierin, deren Name „in quelle parti" aus vielen Gründen ver-hasst ist, als weil die prot. Kff. sieb bereits dahin hören lassen,die Wahl sei jetzt nicht nötig, da der Kaiser jung sei und keinesHelfers bedürfe; „poi quanto alla successione dicono che si mariti". 3
Wh. D. V. XV. Or. (chiffrirtj,
1 Vgl. Zöchbaur S. 35. 'Als Khevenhüller bei seiner Werbungin der polnischen Sache am 13./23. März 1588 an die Stelle kam: „undobwol zu verhoffen, es werde das kaisertumb auch inkonftig bei unsermlöblichen haus Osterreich continuiren etc., ist mir der konig in die red(mostrando algun sentimiento) gefallen, diziendo: „Razon saria quetanbien se entendiesse en esto, pues es negocio tan importante assi parael beneficio publico como para la conservacion de nuestra casa". Kh.antwortete, der Kaiser werde sicherlich mit erstem diese wichtige Sachebedenken und ins Werk richten. „Replicö: Razon saria que lo hiziesse,y assi se lo podeys escrivii" (Kh. an den, Kaiser, 18./28. März, Nürnu.Germ. Mus. Uop.). Am 19./29. März meldete Idiaquez im Namen desKönigs Kh., Philipp II. wolle zur Traktation demente, Ascot undGonzaga abordnen und habe den Papst um Sendung eines Legaten an-gehen lassen (ebd.). Der Legat, schon in Innsbruck mit Misstrauenbegrüsst (Hirn II, 282 A. 3), kam nach der Meldung Gradeuigo's vom2./12. Juli zu Anfang Juli nach Wien, erhielt aber wegen der Reisenach Prag den Bescheid vom Kaiser, „che il venir o il non venir eraposto in sua mano", wahrscheinlich um der Welt zu zeigen, „ch'eglinon sia stato procurato" (Wh. D. V.). Kh. äussert in seinem Sehr, anden Kaiser vom 22. April/1. Mai die Besorgniss, „der bapst seie mehrwider als mit uns", und berichtet, ein toskanischer Gesandter habe u. a.Philipp II. gewarnt, man müsse, falls man die römische Krone dem HausOesterreich erhalten wolle, vorsichtig gehen, „aus dem allerlei gefehrlichepractiken hierüber schweben".
2 Vgl." I. S. 138; 187 f.
8 Der Nuntius zu Prag berichtet am 6./16. August: die ErzherzogeErnst und Matthias sollten zum Kf. von Sachsen gehen und dieser viel-leicht nach Prag kommen, um über den R. Tag zu verhandeln; am13./23. August: man spricht vom R. Tag sowie davon, „che primapotria S. M 4i stessa et non piü gli areiduchi andare in Sassonia", wodieser Tage die Protestanten zur Taufe eines Prinzen zusammentrafen,„senza perö trattar cosa aleuna pregiudiciale"; am 10./20. September:die Bemühungen S. dementes um kais. Einschreiten gegen Aachen, dassonst „diventerä ben presto una nuova Geneva", kaum erfolgreich, daman des R. Tags wegen jeden Anstoss bei den Protestanten zu vermeidenstrebt; am 16./26. September: „la voce risvegliata della dieta imperialeacquista ogni di di forze", doch weiss man nicht, ob der Kaiser, derum Weihnachten nach Wien gehen soll, nicht zuerst den ungarischenR. Tag abhalten wird (Rom, Germania 111, Orr.).