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9- 166. Gradenigo an den Dogen.
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(Sendung Rosenbergs nach Sachsen. Konvent der Erzherzoge. R. Tag.)Juli
^ ra S Die Sendung Rosenbergs nach Sachsen 1 bezweckte dreierlei.
1) Aufklärung der Herzogs und der andern prot. Fürsten darüber,dass der Konvent der Herzoge nur durch die polnische Sache ver-anlasst sei; der Herzog wurde zur Teilnahme eingeladen, lehnteaber ab; er werde ein anderes Mal nach Prag kommen. „Questoofficio fü molto opportuno per la publicatione della lega, che sidice esser stata fatta in Roma contra heretici, della quäle questiprincipi protestanti giä molto tempo hanno havuto sentimento nonsenza dubbio, che l'imperator fosse compreso in detta capitulatione."Daher „continuati disgusti" zwischen dem Kaiser und den Fürsten,die durch die Sendung R. einigermassen gehoben sein dürften.
2) Verkauf der Lausitzer Städte ; der Herzog lehnte die Erlegungeiner so hohen Summe ab, erbot sich aber gegen Verpfändung demKaiser nach seinen Kräften zu dienen. 3) R. Tag; der Herzogsollte vorher nach Prag kommen „per accommodar alcune differ-entie, perche si possa con la debita digniU principiar et finir essadieta, concludeodosi chiaramente, che se non precede questo abboc-camento, impossibile sia, che si facci la dieta, come giä si scrisse".Einige vom Herzog erhobene Bedenken wurden von R. sofort be-seitigt; der Herzog „ha dato intentione de venir qul dopo questoconvento". Immerhin kann ein Zeitpunkt für den wegen der Türken-hülfe unentbehrlichen R. Tag noch nicht bestimmt werden, „doven-dosi prima veder qualche essito delle cose di Polonia." 2 . . .
Wh. D. V. 15. Or.
167. Puteo an Montalto.
2. August
Prag .....„E ritornato l'araldo, che de la M^.S. fu mandato a
questi giorni per intimare il bando imperiale a quelli di Bonna;i quali havendo risposto che essi non potevano disporre di nientesenza saputa et ordine del Truchses et Schench suoi capi, hannopreso tempo a darne lor conto et a risolversi. Casimiro, o percheli mancasse il denaro da trattenere l'essercito che haveva giä
1 Der Oberstburggräf von Böhmen, Wilhelm von Rosenberg (vgl.Zöchbaur S. 21) ging nach Gradenigo's Bericht vom 25. Juni/5. Juliam 18./28. Juni nach Sachsen als Gesandter „per la stretta amicitiach'egli ha con quel duca" (vgl. das gl. Datum in dem Bericht bei Meister,Akten S. 32) und kam am 1./11. Juli zurück; der Kf. empfing ihn selbstan der Grenze (Gradenigo 2./12. Juli).
2 Puteo schreibt am 9./19. Juli an Montalto, Rosenbergs Sendunghabe hauptsächlich „alcumi disqusti" Sachsens beseitigen und ihm durchdie Einladung zum Konvent jeden deshalb geschöpften Verdacht benehmensollen. Man hört, R. habe von Sachsen Zusage erhalten „di doversicontentare finiti questi negotii che s'intimi la dieta, a la quäle eglivoglia internenire per sodisfare maggiormente la Mtfc S. Ma piacessea dio che non vi fosse tanta mione" (Rom, Germania 111. Or.).