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27. April nachgeschickt • werden sich zu beschweren bei L. W. zu Hessen, 1.... Das reich ist aussetzig und fulet das feur nit; ist darumbnit gesagt, das ich mir die haut über die ohren ziehen lass. 8 . ..... Ich hab inen im colnischen zug mehr geben als ich michversprochen hette, und were ein reutig schaf darunder, so im col-nischen zug mitgewesen und mir vil ufmutzen wolt, will ich den
Schregels mit den Rittmeistern zu Guntersblum am 26. April zeigt, inwelchen schlechten Ruf J. C. beim deutschen Kriegsvolk gekommen war.Die Reiter forderten Versicherung ihrer Bezahlung, unter Hinweis da-rauf, wie sie wiederholt nicht nur in Frankreich, sondern auch imkölnischen Zug „angefiiret worden", äusserten sich misstrauisch überdie wahre Absicht von J. C. Rüstungen und verlangten nicht ausserhalbder Pfalz verwendet zu werden. Auch die Rittmeister selbst erklärten,sie hätten gehört, dieser Zug sei nicht der Pfalz zum Besten gemeint,sondern man werde sich unterstehen „sie anderwerts zu verstecken;wofern man dessen nu gesinnet, gedechten sie nicht zu reiten, aber beichurf. Pfalz wolten sie leib, gut und blut aufsetzen". Dem Bericht derKommissare vom 26. April (pr. 27. April) fügte J. C. die obigen Rand-bemerkungen bei und schickte es dann in den Rat, wo beschlossenwurde sich dieser Reiter zu entäussern, da es ihnen nicht Ernst sei P.zu dienen. Daraufhin schickte J. C. Kolbinger nebst dem Pfennigmeistermit dem glossirten Sehr, zu den Kommissaren, denen K. am 29. AprilJ. C. Beschluss mitteilte die Reiter nicht mustern, sondern nur etlichenRedlichen vom Adel Dienst anbieten zu lassen. Die Mehrzahl derKommissare missbilligte diese Absicht; der Marschall äusserte, J. C. seinoch nicht über den Graben, unter Hinweis auf Bonn und den M. vonBurgau. Als aber K. bei seinem Auftrag blieb, erklärten sie am 30. Aprilden Rittmeistern und dem Ausschuss der Reiter, J. C. beurlaube sie,weil sie J. 0. den brabantischen und kölnischen Zug vorgerückt undden Sack vor die Tür geworfen, sich nur in der Pfalz gebrauchen lassenwollten u. s. w. Die Rittmeister entgegneten, die Reiter seien auch indem französischen Zug nie bezahlt, Versicherung des Solds neulich auchbei Lothringen durchgesetzt worden, ihre Bestallung gehe auf den ober-rheinischen (!) Kreis. Am 3. Mai brachte dann K. Befehl von J. C,die Musterung, aber so scharf als möglich vorzunehmen, was am 4. Maigeschah (Mb. a. a. 0.). Schon am 3. April hatte der Marschall Morienaus Frankfurt an J. C. berichtet, einer von den Reitern habe hierspanisches Anrittgeld ausgegeben, ein anderer sei nach Empfang despfälz. Gelds zu den Spaniern gegangen; Parma solle hier insgeheimeinen Sekretär haben, ebenso Kaspar von Schönberg, der sich rühmensoll, „wie er so gar artig mit 20000 krönen sei durch die Pfalz unan-gefochten kommen".
1 Dies bezieht sich auf die Warnung, die einem Reiter VohnesteinsKaspar von Lo zu Marburg auf dem Schloss erteilt worden war (vgl.No. 115 A. 3) und bezüglich deren am 26. April der Marschall geäusserthatte, die Gesinnung L. Ludwigs gegen J. C. sei bekannt; „P. würdeniemants ohne gegebene ursach überziehen". Am 27. April wurde denRittmeistern gesagt, die Bestallung gehe „wider alle P. feind", die dochnicht in der Pfalz zu suchen seien; es könnte sich also begeben, „dasman inen suchen müst". Obwohl sich die Reiter damit zufrieden gaben,kamen sie doch am 30. April auf die Marburger Warnung zurück undVohenstein fügte bei, er sei auch von einem Verwandten gewarntworden: „L. Wilhelm wer in willens das stift Fulda einzunemen mitgewalt; dazu wolt P. ime die reuter zn hülf schicken".
' Bezieht sich auf den Marburger Vorwurf des Mangels einer R.Bestallung.