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3 (1903) 1587 - 1592
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136
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136 1588 148.

16. April Bedrohung der Pfalz dnrch die Liga. J. C. Rüstungen. Englische

Unterstützung für Schenk und J. C. Spanisches Angehot an J. C. Die

Friedenshandlung zwischen England und Spanien. Verständigung mit

Dänemark zu Gunsten Navarras. Warnung an Heinrich III. vor den

Absichten der Guisen).

D. soll durch Walsigam Audienz erlangen und in Kürze dieVeranlassung der Gesandtschaft des D. Junius, seine Instruktionund Werbung wiederholen und die Königin an ihre damalige Be-willigung einer Hülfe von 40 000 fl. zum Nachzug erinnern, welcheSumme aber wegen des unerwarteten Ausgangs der Sache inFrankreich nicht erlegt wurde. 1 J. C. habe das Menschenmöglichefür gute Anstellung und Fortsetzung der Expedition getan undaus eigenem Säckel über 100 000 fl. aufgewendet. Die Königinwerde über die Ursache der Unordnung und Zerrüttung genügendunterrichtet sein: „nemblich so hab der almächtige gott seinenscheinbaren zorn wegen unserer Sünde wider uns gefasst an tag gebenund darneben, das er die ruten von handen zu legen und fernerZüchtigung einzustellen noch nit gemeint, uns verständigen wollen."Schon ehe man Lothringen erreichte, machte sich Mangel, dannKrankheit im Heer fühlbar; die Schweizer waren schon vor ihremAbfall nicht mehr ein Drittel so stark wie beim Auszug. VonNavarra, der durch die erdichteten Schreiben seines GesandtenSegurii verhetzt wurde, bekam man keine Nachricht über Vereinigungder Heere. Das Volk wurde von etlichen französischen Kriegsräten,„die vielleicht was anders darunder gesucht", übel geführt; vgl.das gedruckte Ausschreiben. 3 Der grösste und verderblichste Streichsei aber durch Untreue und Abfall der Schweizer zugefügt worden;drei ihrer Häupter seien von den Zürichern gerichtet, der viertein Abwesenheit des Landes verwiesen worden. 3 * Dies alles machtedas Kriegsvolk unwillig und ungehorsam, wodurch dem Feind Ge-legenheit zu seinen Ueberfällen gegeben und schliesslich das Pazis-ziren mit dem Feind notwendig gemacht wurde.

Hieraus erscheint, „das demjenigen, so der almächtige in seimgeheimen rat also disponirt gehabt, kein menschliche Vorsehungvorkommen mögen und das J. F. Gn. demnach dessen alles, wiegemeldt, keine schuld tragen."

Hier könnte die K. den Vorwurf erheben, dass J. F. Gn. nichtgemäss der Kapitulation selbst den Zug mitgemacht oder wenigstenseine andere fürstliche Person an seiner Statt geordnet habe. ZurEntschuldigung genügen wohl die entgegenstehenden Hindernisse.

* Durchgestrichen; „Nota: Dieser Schweizer namen lrirzu zu setzen,da vielleicht ich derhalben befragt werden solte". Am Rand von andererHand, gleichfalls durchgestrichen: „Bei Colbinger zu erfragen."

1 Vgl. No. 83; 102; 119; Cal. of State Papers 1581—1590,S. 436; La H u g. III, 223; 225. Am 10. April erstattete Junius seineRelation in Heidelberg; zum 16. vermerkt J. C. in seinem Kalender:„D. Denais wegzogen". Ueber den Strassburger P. Denais vgl. A. D.B. V, 49; Reifferscheid S. 694; Hotom. epp. S. 208; Mieg II,109 f; Burmannus, Sylloge epp. II, 359 f.

2 Gemeint ist Dohna's „Kurzer und wahrhaftiger Bericht"; vgl.S. 96 Anm.

8 Vgl. Segesser in, 274 A. 2.