Druckschrift 
3 (1903) 1587 - 1592
Entstehung
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117
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132-133. 1588 117

mit seinen Mahnungen zumekrer munterkeit" bisher nur wider-wärtiges Nachdenken verursacht; glaubt sich trotzdem nicht be-rechtigt die Hand ganz abzuziehen und schlägt eine gemeine undvertrauliche Zusammensetzung vor, unter Billigung des vom Königeingeschlagenen Wegs. Mehr Vorsicht als im niedersächsischenKreis bedarf es am Rhein und in Franken: ob man die Papisten zu-ziehen soll oder nicht. Eine geheime Zusammensetzung nicht durch-führbar, weil etliche doch nicht beistimmen und der Plan der Evan-gelischen dann offenbar gemacht würde. W. könnte diese Dingemit Pfalz, M. Georg Friedrich und Würtemberg beraten und weiteran die andern rheinischen und oberländischen Fürsten und an dieevangelischen Grafen und Stände gelangen lassen. Er kann mitDänemark im niedersächsischen Kreis das Gleiche tun. .... Esgibt sonst andere Nebensachen und Bedenken, die weder der Federnoch jedermann zu vertrauen. Hat jetzt wenig geeignete Leute undbittet W. einen der Seinigen, etwa den Kammersekretarius Heugelauf Laetare zu ihm zu schicken.

Marb. Frkr. 1588. Or. (pr. KaBsel 18. März).

133. Johann Casimir an Landgraf "Wilhelm. 9. März

Lorsch

Sohickt Oop. eines Sehr, von Schenk (vom letzten Febr.).Schenk war dieser Tage bei ihm.' Diese Sachen billig besser zubedenken als bisher. Bittet um W. Gutachten. 1

Marb. Pfalz. Cop.

134. Martin Schenk an Graf Hermann von Wied. 10. März

Bonn

Weiss nichts von einer Friedenshandlung zu Bonn, die alleinbei seinem gnädigsten Herrn steht, der dabei bei seiner Bundes-

1 Ueber gl. Datum schreibt J. C. an die Stände von Jülich, Kleve,Berg und Mark unter Mitteilung des Sehr, von Schenk, Jülich solle beiden Nachbarkreisen um die ordentliche Kreishülfe ersuchen; er selbstsei zur Hülfe bereit (Düsseid. Kurköln. Kriegsakten 24, Cop.) Pf. Eli-sabeth von Veldenz meldet ihrem Bruder Ludwig von Würtemberg am17. März u. a.: Schenk sei nun länger als 8 Tage bei J. C. gewesenund solle noch da sein;wil'dem herzog Pon übergeben; der herzogmacht, das wir mit gewalt weren kriek bekummen" (Stuttg. Pfalz 22 a , eigh.).In seinem Kalender vermerkt J. C. zum 6. März: Putlitz nach Neu-schlosszum Schenken"; zum 8. März: mit wenig Gesind auf Lorschgezogen,alda ritter von Bleiblek [d. h. Schenk, der sich Herr zuBlyenbeck nannte und von Leicester zum Ritter geschlagen worden war,vgl. Ferber S. 191; 217 ff; 239; 289] angesprochen; der ganz häufuf Neuenschloss gezogen"; 9. nach Heidelberg; 10:abends Boutlitzund Canzler zum Schenken geschickt"; 30:volgens bin ich genSchwetzingen zogen, alda Martin Schenk zu mir komen"; 1. April: vonSchwetzingen nach Heidelberg; unterwegs gehetzt;Martin Schenk mitmir genomen; disen tag allerhand gescheften verricht"; 5. April:Schenk sein abschid genomen". Das Sehr. Schenks vom 10. Märzaus Bonn kann natürlich nicht dort von ihm selbst ausgefertigtworden sein.