126—128. 1588 109
bindung aller R. Stände mit einander und auf die vorhandenenbesonderen Einungen. 1
Dr. 9305. Conc. (Krell.)
127. Johann Casimir an die Geheimen zu Strassburg. Februar
24Einfall des fremden Volks in die Grafschaft Spanheim. 2 Kün- Hei( j e i_
digt seinen bevorstehenden Anmarsch an 3 und bittet Acht zu geben, Derg
dass sich nicht droben ein anderes Volk hervor tue.
Zürich, Zeitungen. Cop.
128- Minucci an den Herzog von Urbino. Februar
. , 24
. . . Eine vormals beim Herzog [von Baiern] in Gnaden ge- Märzstandene, dann aber „per sue ribalderie" fortgejagte Persönlichkeit 5
1 Vgl. No. 119 A. 3. In ähnlichem Sinn schrieb Chr. am 11. März Munchenaus Dresden an Friedrich von Dänemark (vgl. No. 121 A. 2); obwohl erangesichts der Unterstützung Kölns durch spanische Truppen, derWerbungen Erzh. Maximilians und der für die Niederlande bestimmten
Reiter des M. von Burgau u. s. w. zugibt, dass sich Gefahr ergebenkönnte, verweist er darauf, dass es bei der Aufforderung der Kreis-hülfe gegen den Einfall in Mümpelgart die päpstischen Stände nichtan sich fehlen Hessen; man müsse sich auf ihre Erklärungen verlassen,bis man ein anderes im Werk erfahren; er bliebe bei dem Bedenkenseines Vaters vom 31. Juli 1585 und bei seinem eigenen Sehr. • rem12. Febr. (ebd.); vorläufig sollten die Stände A. C. jeder für sichauf seine Defension bedacht sein und im Fall eines Angriffs päpstischerStände müssten sie treu und fest zusammenhalten. In einem weiterenSehr, vom 29. März lehnte Chr. die Einladung des K. ihn in Hamburgzu besuchen wogen der Schwangerschaft seiner Gemahlin und der ge-fährlichen Läufe ab und bleibt wegen der Papisten bei seinem Sehr,vom 11. März (Kopenh. Sachsen A. Orr.).
2 Am 22. Febr./3. März richtete Louis de Beauvau, seig r de Trem-blecourt (La Hug. Mem. 111, 338 A. 2), Befehlshaber einer nach Bonnmarschierenden' spanischen Truppenabteilung, ein drohendes Sehr, „denostre quartier de Grenff" (?) an den Pf. Karl, er werde einem etwaigenAngriff mit 4000 Arkebusieren zuvorkommen, „qui est une partie deceulx qui ont si bien estrille les reistres qui sont venus en France,lesquels ont encores la mesme vertu et le mesme courage de s'opposercontre vingt mille aultres en pleine campaigne; parquoy je ne crainstoutes voz menees et attenderay avec bonne devotion celuy qui se voudraesprouver contre moy"; bleiben wei de er, so lang es seinem KommandeurChimay beliebe; amSchluss: „je vous supplie me mander, si vous voulesdeclarer pour ami ou ennemi, et que ce soit demain" (Dr. 8280, Cop.).Vgl. hiezu F. Back, die ev. Kirche im Lande zwischen Rhein, Mosel,Nahe und Glan II, 491 ff. Am 18. März berichtet J. C. dem L.. Wilhelmüber Klagen des Pf. Karl und über einen spanischen Anschlag aufBacharach und Caub (Marb. Briefw. mit Pf. J. C. 1580—1592).
3 J. C. Kalender zum 1. März : „Nach essens bei Ostofen das regi-ment knecht gemustert"; dort übernachtet; 2: „das regiment knechtim feld zusammenkommen lassen, articelsbrief turlesen und darnachschweren lassen"; nach Alzei; 4: Rat gehalten, was mit dem Kriegsvolkanzufangen; 5: Konsultation abermals wegen des Kriegsvolks; mit Putlitzdiskurirt; am 11. zu Heidelberg ein Fähnlein Landvolk zum Ausschussgemustert. Vgl. No. 115. Am 14. kam Pf. Karl nach Heidelberg.