Druckschrift 
3 (1903) 1587 - 1592
Entstehung
Seite
107
Einzelbild herunterladen
 

123124, 1588 107

123. Markgraf Georg Friedrich an Sachsen und Februar

Brandenburg. '

Ansbach

Guisischer Einfall. Vertritt das Hülfsgesuch von Pfalz undWürtemberg sowie deren Bitte bei .S. und Br. einen evangelischenKonvent anzuregen. Schritte der Bedrängten beim Kaiser oderbeim Speirer Konvent wären fruchtlos ohne Interzession sämmtlicherStaude A. C. oder doch der beiden Kff. beim Kaiser. Falls einallgemeiner Konvent bedenklich erscheint, schlägt er eine Zusammen-kunft von Bäten der vornehmsten Kff. und Fürsten vor, die dannmit den andern Ständen handeln und ein allgemeines evangelischesDefensionswerk zu Stande bringen können. 1

Dr. 9305, Or.

124. König Philipp II. an Mendoza. Februar

8

--------

En lo de nueva baxada de reytres a esse reyno procurad por 18todas vias que se estorve por el dano de que su buelta seria ä Madridla causa catholica y por ötros muchos respectos, en que os valdreysdel medio que para ello se os ha ofrecido, lo quäl ha defundar el

man beabsichtige das Generalkapitel und die Wahl eines Bischofs wo-möglich im Februar zu veranstalten und die Herren seien entschlossenin guter geheimb" den Prinzen Ulrich zu wählen; dahin war schonseine Andeutung im vorigen Sehr, über seine Beise zu F. gemeint;F. möge bedenken :wer ehe kumpt, der mahlt auch ehe" (Kopenh.Or.). Am 29. Jan. empfahl Mansfeld wiederholt die Reise Ulrichsmöglichst zu beschleunigen; sonst würdeder, so sich zuerst darumbangenomen" [Magdeburg für seinen Sohn August], nicht so leicht ab-zuweisen sein; die beste Beisezeit sei hier zwischen Palmen undPfingsten; der jetzige Bischof biete natürlich alles auf, um die Reisezu hintertreiben (ebd. eigh.). Vgl. Meister S. 306 ff. Am 26. Märzäussert Magdeburg in einem Sehr, an F. ernste Bedenken gegen dasbeabsichtigte Generalkapitel, meint jedoch:wo E. K. W. . . . sonzur stete were, hette es weniger bedenken, das S. L. imands oder andero stat zugeordnet wurde" (Kopenh. Or. pr. 13. April).

1 Vgl. No. 111. Weitere Sehr. J. C. an G. Fr. vom 5.13. IG. Jan.Dresden a. a. 0. Im nämlichen Sinn wie G. Ff. schreibt JoachimFriedrich von Magdeburg am 8. Febr. aus Halle an Kf. Christian,unter Hinweis auch auf Parmas Einfall ins Kölnische und die Bedrohungdes Stifts Strassburg und mit dem Vorschlag eines Konvents von Räten,auch aus den R. Städten; es handle sich um die Möglichkeit einesEinfalls von 50-60 000 Mann; man müsse sich gefasst machen; er seischon in der Musterung und Aut'mahnung begriffen (ebd. Or. pr. Dres-den 15. Febr.). Die beiden Kff. waren aber gegen den vorgeschlagenenKonvent (Brandenburg an Sachsen, 20. Febr. ebd. Or.); doch botensie wegen des guisischen Einfalls und der polnischen Wirren Ritter-schaft und Landschaft zur Bereitschaft auf (Johann Georg an Dänemark,23. Febr. Berlin B. A. 9 Polen, Conc). Während Friedrich Wilhelmvon Sachsen-Weimar Würtemberg die Erlaubniss zur Werbung vonVolk gegen Guise erteilte (F. W. an Kf. Christian, 18. Jan. Dr. 9088,0r.), schlug Christian das gleiche wiederholt an ihn gerichtete AnsuchenJ. C. ab (Chr. an Brandenburg 31. Jan. ebd. 9310, Conc. Krell); vgl.No. 110.