106 1588 121—122.
Januar 121. Johann Casimir an König Friedrich von
2 ^ Dänemark.
Heidel-berg Auf F. Sehr, vom 24. Dez. 1 Navarras Sieg. Erbärmlicher
Ausgang des deutschen Feldzugs. Da es sich nicht mehr um einenNachzug, sondern um gemeinsame Abwehr der Sancta Liga handelt(vgl. die guisisch-lothringische Invasion, die Drohungen gegen Pfalz,die spanische Einmischung wegen Bonns), möge F. mit England,wo mau geneigt ist, zusammenwirken und auch andere ev. R. Stände,besonders Sachsen und Brandenburg zur Teilnahme veranlassen."Will nach Vermögen beischiessen, kann aber allein mit wenigenEvangelischen am Rhein die Gefahr nicht abwenden. PolnischeKrönung; von Erzb. Maximilian nichts Sicheres.
Kopenh. Jon. Casimir. Or. (j>r. 26. Febr.). *
Febniar ^22. König Friedrich von Dänemark an Landgraf
Haders- Wilhelm,
leben Beabsichtigte im vorigen Sommer seinen Sohn Ulrich im Herbst
nach Strassburg Studirens halber zu schicken; da derselbe abereben um die Zeit der Reise krank und bis zu seiner völligen Ge-nesung die Jahreszeit rauh und die Wege schlecht wurden, ver-schob er damals die Reise bis zum Frühjahr, etwa zwischen Osternund Pfingsten. 3 Trägt jedoch neuerdings Bedenken wegen derZeitungen von der durch das französische Kriegswesen verursachtenUnsicherheit an der deutschen Grenze und um Strassburg herum.Bittet um genaue Auskunft hierüber und Gutachten wegen derAbschickung des Sohns.*
Kopenh. Stiaab. Domcap. I. 2/3. Or.
1 Vgl. No. 10a (S. 93 A. 2).
2 Am 20. Febr. berichtet J. C. weiter über die Praktiken desNuntius zu Köln, der sich „zum furieren des Parmischen Kriegsvolksgebrauchen last" (Beilage fehlt) und über die Drohung einer vornehmenim R. gesessenen Perann wie auch anderer, noch in diesem Jahr solleund müsse der ganze Rheinstrom und besonders Rurpfalz wieder zumPapsttum gebracht werden „und das der treiber dazu schon vorhanden"(pr. 18. März, Kopenh. a. a. 0.); ein Sehr, vom 24. Febr. verweist aufdas in der hinteren Grafschaft Sponheim eingefallene Kriegsvolk Parmas(ebd.). Am 19. März antwortet F. auf J. C. Sehr, vom 29. Jan., 10.und 20. Febr. mit dem Hinweis auf seine eigenen Sehr, an Sachsenund Brandenburg vom 20. Febr., die die englischen Vorschläge (Nach-zug und ev. Gegenbündniss) befürworten (ebd. d. Prot; F. an Sachsen,Dr. 7280, Or; an L. Wilhelm 20. Jan. Marb. Frkr. 1588, Or.1. Sachsensunbedingt ablehnende Antwort, Annaberg 12. Febr., mit Hinweis aufdie ebenfalls abgelehnten Bündnissvorschläge Englands noch vor demTod seines Vaters (vgl. II. 327 A. 1), Kopenh. Sachsen A. Or.(pr. 1. Aprih.
8 Vgl. No. 94.
4 Kanzleivermerk: „Dies schreiben ist nicht abgangen, dan J. K.Mt. sich bedacht und entlich entschlossen, S. F. Gn. vortzuschicken,in meinung L. Wilhelmen zu ersuchen, das S. F. Gn. das geleide ufein par hundert pferde bis gen Strasburg Sterken solten. Interim M tasipsius mortua est". — Am 23. Jan. richtete Ernst von Mansfeld ausStrassburg ein sehr umfängliches Sehr, an F., worin er u. a. berichtet,