Druckschrift 
3 (1903) 1587 - 1592
Entstehung
Seite
103
Einzelbild herunterladen
 

119. 1588 103

119. Pfalzgraf Johann an Joh. Casimir. Januar

21(Strassburg und die Schweizer. Würtembergs Biistungen. Die Reiter. .

Bouillon und Clervaut. Der deutsche Orden. Kollegialtag. Bonner Zwei-Kanzlei. Junius in England.) brücken

Auf J. 0. eigh. Sehr, vom 15.Soviel erstlich S. Maturin 1 an-langt, da gibt der gesang den vogel zu kennen, und las ich es,unangesehen er mir gestern auch böse brief geschriben, bei vorigemmeinem schreiben bewenden; vertrauen darf ufschauen; gen VergoVille mit solchen vögeln, were am besten und das je eher je besser.Die statt Strasburg wurd verhoffentlich die gute correspondenz, diesie mit E. L. haben, und wie es allerseits nutz und nötig, mit E. L.erbalten. Ires teils haben sie sich albereit mit den Schweizernverglichen, 2 und wan die arcaniteten richtig, wurd sich das übrigbald verhoffentlich richtig machen lassen, wie dan solches durchvertraute personen alsdan wol kan verrichtet werden." VermutlicheErfolglosigkeit der würtembergischen Werbung zu Gunsten des GrafenFriedrich, bis der von Stein seine Pferde aus Sachsen und Branden-burg zusammen bringt.Inmittels ist Teutschland, wan gott nithut, disseits Rheins verderbt 8 und da nicht rechte vertreulichecorrespondenz angerichtet wurd, haben, die jenseit des Rheins sitzen,sich auch keins bessern zu befaren. Gott bessers. Den gubernator

von Frankreich her, wobei sie unter allgemeinen Wendungen einHeranziehen der Bonner Sache verhinderten und sich Trier gegenübermit den anderen Vertretern der weltlichen Kff. für in dieser Sachenicht instruirt erklärten. Am 23. melden sie das Eintreffen weitererpfälzischer Gesandten: Reuber, Vizehofmeister Hans Christoph von derGrunn, Protonotar Kauffmann; im Conc. des Sehr, an die kais. Kom-missare wurde die Bezeichnung der Einnahme von Bonn als .hoch-schädlich" gestrichen. Am 26. Januar: Gesandte von Lothringen und Baiernwegen der Irrungen zwischen Julius von Braunschweig und der WithveHerzog Erichs [vgl. II. 319; 464.]; kais. Sehr, begehrt Rat auch in derBonner Sache. Am 27: Gesandte von Würtemberg und Mümpelgardwarben bei ihnen und den Brandenburgischen; Antwort: den Kff. zureferiren; die Gesandten fragten auch nach dem Anbringen der Loth-ringer und ob es wahr sei, dass der Kaiser J. C. zu dieser Versammlungnicht habe zulassen wollen; Antwort: hievon hätten sie nie etwas gehört.

1 Sollte Georg Hans gemeint sein?

5 Vgl. No. 90.

3 Gemeint ist der Einfall des guisisch lothringischen Kriegsvolksin die Grafschaft Mümpelgard im Dez. und Jan.; vgl. No. 111; vorallem Tuetey I, 154 ff; einzelne Mitteilungen im Journal de l'in-stitut historique HI (1835), 31 ff; bei Segesser III, 263 ff; 269ff. und bei Bossert, Würtemb. Vierteljahrshefte III, 16 ff. EineAeusserung Guise's, er wolle eventuell gegen die evangelischenSchweizer ziehen, vom 13./23. Dez. bei de Croze II, 304: Am3. Jan. erhielten die Strassburger Dreizehn Zeitungen über das guisischeVolk von J. C. (Ratsprot.). Am 12./22. Jan. schickte Erzh. Ferdinandeinen Gesandten mit Klagen über die Beschädigung: seiner Lande anLothringen (Stuttg. Ludwigsb. Schwabenbücher Vi, 248; vgl. Hirn II,168). Am 20. Jan. schickte L. Wilhelm seinen Rat Hans Ludwig vonHarstall an Kf. Christian, mit einer Instruktion wegen Guise's und derMitteilungen Ansbachs über Werbungen von Würzburg, Mainz undParma; Ch. möge sich' mit Brandenburg u. a. verständigen und mit-