Druckschrift 
3 (1903) 1587 - 1592
Entstehung
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97
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112. 1588 97

Angliam autem scripsit, quoniam huiusexercitus ruina manifesta esset, incum-berent ipsi in id, ut regina aliquidconferret, quo confirmari posset. Idemad duos imperii principes scripsit. 1In eoque non principis Palatini auc-toritatem aut ullius alterius convellerevoluit, sed ruenti aedificio succurrere.Imo ipsi principi Palatino quinto etsexto Septembris eadem illa denun-tiavit 2 Si illi audire vera praedi-

fuer das Teutche Kriegsvolck ... gebettet, Anno 87." vorausgeschickt,alle 3 Stücke mit höhnischen Glossen ausgestattet; die Vorrede besagt,dass die armen Calvinisten einander so schön und sauber waschen,das sie glitzen vnd gleissen, als wie das edl schweindl wans aussder kotlachen kombt" (Bm. Polem. 290). Dohna kehrte nach EinsichtderKesponsio" sofort nach Frankfurt zurück, um den ungenanntenVerf. zur Kechenschaft zu ziehen, erzielte aber mit seinem in deutscher,französischer und lateinischer Sprache publizirten Plakat, das denSchreiber zum Zweikampf forderte (Eph. S. 528 ff.), nur ein noch vielboshafteres, im Stil der Dunkelmännerbriefe gehaltenes lat. Pamphletvon Bongars (Hagen S. 160 ff.). Inzwischen war am 30. März einfür Dohna und La Huguerye sehr günstiges Sehr. Chastillon's an J. C.vom 17. Febr. eingetroffen (La Hug. Eph. S. 480; 531 f; vgl. Dela-borde S. 323 ff; La Hug. Mem. III, 230). Und am 2. Mai richteteeiner der Teilnehmer des Feldzugs, Graf Eberhard von Solms, einentrüstetes Sehr, über die Antwort Segur's an Dohna; er hätte ge-wünscht, den Eindruck von S. Sehr, auf Chastillon mitanzusehen, derniemals mit der anderen Franzosen hantirnng zufriden gewesen";S. werde wohl von allen, die sein Sehr, gelesen, und besonders vonden Teilnehmern des Zugs für einen Schelm gehalten werden (Dohna-aches Archiv, Sohlobitten, eigh., bei Schmidt S. 153 nicht ganz genauwiedergegeben). Dass Dohna'sBericht" als die offizielle HeidelbergerDarstellung zu betrachten ist, zeigt ein Fragment, das sich teilweisemit dem gedruckten Text (Bm. Eur. 345/9, S. 34 f.) wörtlich deckt undmit eigh. Korrekturen J. C. versehen ist. Im Aug. 1588 schriebDuplessis-Mornay an Buzanval:Bella illa nostra abierunt in duellum;fudit Borussus immensa illa Gotthorum agmina" (Mem. de MornayIII, suppl. S. 123). Dem oben abgedruckten Schriftstück vermagich nicht mit Sicherheit seine Stelle in dem Verlauf der hier charakter-isirten literarischen Fehde anzuweisen. Es findet sich ausserdem Pb.V° Colbert 402 f. 14 ein längeres Stück:Calumniae Heidelbergensiumet ad eos responsio", das hauptsächlich gegen La Hug. als den eigent-lichen Urheber alles Uebels gerichtet einigermassen an die Angabeim Sehr. Segur's vom 6. Juni ,(Eph. S. 480) erinnert, er wolle vorseinem Abschied von Deutschland in den Händen einiger guter undeinsichtsvoller Fürsten lassenun petit discours, auquel j'ay. mis unepartie des occasions que nous avons de nous plaindre de ses [J. C]conseillers." Ernst von Mansfeld führt in seinem Sehr, an Dänemarkvom 23. Jan. 1588 (Kopenh.) unter den Ursachen der Niederlage derDeutschen an:item das sie ein welschen commissarien gehabt, dersie gefuhret, der nun alle ire anschlege gewust, die er dem feindestetigs zugeschriben, ja des feindes Soldaten unter den jenigen desnachts unbekant gewesen."

1 Vgl. No. 73; 78; 81.

2 Vgl. No. 81; 102.

Boxold, Briefe des Pfalzgrafen Jobann Casimir. III. 7