Druckschrift 
3 (1903) 1587 - 1592
Entstehung
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83
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98. 1587 83

bei der Unordnung und dem Stillliegen der Armeede maroher Novbr.plustost en propre persoane". S., der wusste,que j'estois re- 16cherse de la maison de Guise", verhandelte mit ihm laut AbschriftBs; 1 aber J. C. Leute hinderten S. an der Unterzeichnung desVertrags,disantz ä luy que son ambassade ne portöit pas de fairefaire une seconde levße, ains qu'il falloit un nouveau pouvoir etvostre consentement, promettant de vous envoyer des incontinentles dictes articles et que en dix septmaisne il aurroit responce, mepriant de ne me mescontenter". Er teilte hierauf S. und LaNouemit, es sei nicht das erste Mal, dass sein guter Wille schlecht be-lohnt wurde undque le duc Casimir m'avoit jouee". Das ersteMal, als Christoph von Würtemberg ihn zum Befehlshaber der vonRoishausen nach Frankreich geführten Armee 2 vorschlug,voyantque je avois tousjours ayme et hante la nation francaise et aussyestant ayme reciproquement d'eulx qui me cognoissoint et allorsnögocioient les affaires de leur secours en France"; verwies seinVormund Pf. Wolfgang auf sein Versprechen an den K. von Schwedende me envoyer vers luy pour 1'accomplissement de mon mariaige". 3Als er aus Schweden zurückkam, bat ihn sein Vetter der Prinzde Porcian um Unterstützung gegen den Kardinal von Lothringen,der P. hatte vergiften wollen, laut Geständniss eines zu Paris ge-richteten Edelmanns. 4 Es kam hierüber (er hat die Briefe S.gezeigt) ein Bündniss zwischen Kf. Friedrich und ihm zu Stande;da Fr. damals in Gefahr schwebte vom Kaiser überzogen zu werden,wie Johann Friedrich von Sachsen, sollte J. C. mit ihm zu Feldziehen und sie sollten im Fall einer Bekriegung der Pfalz umkehren.Aber.eben als sein Gesandter mit der Meldung der Bereit-schaft seiner Obersten, Rittmeister und Hauptleute bei Porcian war,wurde dieser vergiftet. Er teilte dies persönlich dem Kf. mit, deraber seine Aussöhnung mit dem Kaiser einleitete und Aussicht aufdie Vermählung J. C. mit der Tochter Kursachsens, daher keineweitere Lust zum Krieg hatte und ihm riet seine Truppenhülfe demPrinzen von Conde und dem Admiral anzubieten. Die Briefewurden durchmons r de Chambre nomine Infantius" hingeschickt;Conde und der Admiral antworteten zustimmend.Maintenant leduc Casimir m'avoit promis de rechef de marcher avec moy. Etl'electeur Friderich son pere et luy, entendahs mes secretz mejouirent un tour, comme s'ensuit. C'est ä scavoir que apres queles eglises avoint envoie des ambassadeurs vers moy pour entendreencors ma continuation de ma bonne volonte de marcher pour leursecours, je leur fis responce que j'estois deliböre avec la mesmeaffection de m'employer, comme j'avois mande au prince de Conde

1 Vgl. No. 65.

2 Im J. 1562. In der eingehenden Darstellung der Vorverhandlungenfür diesen Zug bei Heidenhain, die Unionspolitik des L. Philippvon Hessen (Halle 1890) S. 448 ff. findet sich von dem oben Behaup-teten nicht die geringste Spur.

3 Vgl. I. S. 31 A. 2.

4 Ueber Antoine de Croy seig r de Porcien (f 15. Mai 1567) vgl.Haag, La France prot. IV* (Paris 1884), 923 ff.

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