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3 (1903) 1587 - 1592
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1587

61—62.

Juli25Stras-burg

61. Segur an Johann Casimir.

„Incontinant que j'ay receu le pacquet de V. A. pour mons rde Buy, je le luy a [!] fait tenir ä Nancy. J'ay veu aussi la res-ponce aux six pointz touches par mons r de Montigny a la lettrequ'il a escrite ä V. A., et suis bien marry de voir un trop grandnombre de gens parmy nous qui se donnent de la peyne sansoccasion; et s'ilz se feussent voulu enquerir du commencement deceste negotiatiou de Lorraine, ilz eussent aysement congnu que V.A. a este incitße ä le faire pour de tres-bonnes considerations etn'en a voulu rien traicter sans nous avoir fait cest honneur de nousen comunicquer, ce que je puis tesmoigner avecq verite. Maisnous sommes ä un temps, auquel les meilleures actious sont contre-rolles. Mais vous estes tel et nous faites de si bons offices et tantde bien que vous ne vous debvez soucier beaucoup de ee qu'on dit.Car voz effectz tesmoignent assez vostre vertu et bonte. Je voussuplie tres-humblement de croire, que je vous suis tres-afectionneserviteur". 1

Mb. 114 3 I f. 55 Or.

Juli25Heidel-berg

62. Johann Casimir an Dohna, Putlitz, Wambold,La Huguerye und Hütten.

Gestern brachten im Namen Navarras Beauchamp und vonwegen Bouillon's ,,Mennilet"- Sehr, und forderten mündlich 1) Beför-derung des Fortzugs der Truppen, 2) Ernennung Bouillon's zum Feld-herrn und 2) Angriff auf Lothringen. Antwort: l)habe es nie daranfehlen lassen und Putlitz mit Vollmacht zur Musterung abgefertigt;die Reiter seien allerdings etwas später angeritten, aber ohneChastillon hätte man doch nicht aufbrechen können; die Schuldliege also an ihnen; 2) B. habe er selbst vormals den navarrisohenKommissarien vorgeschlagen und wolle deshalb durch die Adres-saten mit den Reiterobersten handeln lassen; 3) verwies auf seineAntwortschr. an S6gur und auf die Adressaten. Sie sollen ad l)an Quitrys übereilten Herauszug erinnern, ad 2) andeuten, dieReiterobersten hätten sich verbunden, „ehe sie ein franzosischenhern zum haubt annehmen, ehe wollten sie mit fliegenden fanen demgegenteil zuziehen"; da die Kommissarien Bedenken trügen B. zumHaupt über das französische Kriegsvolk zu machen, würde es beim

1 Der Ton dieses Sehr, stimmt keineswegs mit dem überein, wasSchrögl in einer eigh. Nachschrift seines Sehr, vom 24. Juli an J. C.mitteilt: „Ich merk sonst, das die Wälschen gern alle macht in irenhänden hetten, und hat sich Segur bei mir geclaget, das E. F.nit einmal mit inen noch zu haut komen, kein feldherrn nennen,besorg, sie wem mit dem herrn von Dohna nit naher kommen.E. F. Gn. muessen das heft in der faust bhalten, sonst dörftsuberzwerch geen" (Mb. 114/3 I f. 85).

2 Vgl.ReussS.31; 102; La Hug. Eph. S.l ff.; Mem. 111,80; überfrühere Sendungen Beauchamp's ebd. II., 359; 385; Br. J. C. I. No. 517.J. C. Kalender zum 24. Juli vermerkt die Ankunft der beiden Ge-sandten in Heidelberg.

Gn.und

wol