Druckschrift 
3 (1903) 1587 - 1592
Entstehung
Seite
28
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28 1587 3435.

Mai 34. Johann Georg von Brandenburg an Christian von

p-.., Sachsen.

Köln an

der Spree

Weiss noch nicht, ob der K. von Dänemark gewiss zu erwarten

oder nicht, wonach er selbst seine Reisebegleittfng einrichten muss;bittet um eilige Nachricht, sobald Ch. der Ankunft des K. verge-wissert ist, 1 sowie um Besorgung eines Quartiers in Naumburg.

Dr. 8540. Or.

Mai 35. Johann Casimir an Joachim Friedrich von

13Heidel- Magdeburg.

Auf J. F. Sehr. 20. April. 2 Etliche haben am Fundament desBaus bereits Hand angelegt; auf die gesammte Haud zu wartenwäre vergeblich. Hat J. F. Sehr, oder seinen Inhalt niemandem,auch keinem der geheimen Räte mitgeteilt. J. F. könnte das Seinigein einer Biersendung verborgen herausschicken; will J. F. dagegeneine Weinsendung zuschicken. Gefahr auf Verzug.Es sei wie-vil es wolle, so wirt es got angenem sein . .. desgleichen auch zumbau ein grose beforderung sein, den auch etlich wenig brosamenden armen Lazarum settigen können." Zeitungen; Notwendigkeitdie Spanier aus den Niederlanden und damit auch das Misstrauen zu-mal gegenunser geistlosen", die vermöge ihres Juraments gegen diebestia zu Rom mit ihnen unter der Decke stecken müssen, abzuschaffen.Noch müssen wir uf reichs- und andern tagen mit inen berad-schlagen, alles, was solche gesellen wollen, vermög irer pluraliavota geschlossen, also das wir immerzu die protestirenden sein undheissen werden"; vgl. den letzten Visitationstag zu Worms.

Marb. Frkr. 1587. I. Cop.

1 Am 17. April schreibt K. Friedrich an Ernst von Mansfeld, seiueReise nach Deutschland sei trotz der Einladung Sachsens noch ungewiss ;am 26. April an Kf. Christian, er müsse bei dieser gefährlichen Welt-lage den Besuch in Dresden aufgeben (Kopenh. D. Prot.). Das Gerüchthatte bereits von Absichten Dänemarks auf die römische Krone gesprochen(Zeitung aus Strassburg 24. März,: der K. rüste stark und wolle sichmit Hilfe der weltlichen Kff. und der anderen ev. Fürsten vor Frank-furt lagern und für einen römischen König erklären lassen, Marb. Frkr.1587; vgl. eine Zeitung aus Dresden vom 5. April, Ma. 229/13; eineZeitung aus Köln vom 13. Mai:man wolle einen romischen kaiser,nemblich des konigs aus Denemarks söhn erwehlen," Wolfenb. Actapnbl. Julii 244). Vgl. Ehses I. 2,33 A. 2. Ueber frühere Aeusserungen(1586) vgl. Br. J. C. II. 466 A. 1; Hübner, Sixte-Qnint I, 452.

2 Am 24. April schrieb J. F. an Dänemark, man solle ohne Zu-sammenkunft möglichst rasch sich erklären, Geld aufbringen und aufTruppen und besonders auf die Bestellung eines Generalobersten Bedachthaben; der K. möge Mecklenburg, Pommern, Lüneburg und drei R. Städteerinnern (Kopenh. Frankr. Ref. Or. pr. 14. Mai). Aehnlich J. C. anDänemark, Heidelb. 14. Mai; am 20. Mai beglaubigt er Putlitz beim K.(ebd. Joh. Casimir, Orr.).