21—23. 1587 17
darf man einen solchen Tumult, der zu Verkleinerung der Reichs-hoheit und Herstellung päpstlicher Tyrannei führt, nicht weitereinreissen lassen. Teilen ihren Ahschied mit 1 und ersuchen umErinnerung beim Kaiser und inzwischen im Notfall um Hülfe desrheinischen Kreises.
Düsseldorf, Churcöln. Kriegsakten 23 cd. f. 62. Cop.
22. Coignet de la Tuilerie an Joachim Camerarius. März
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„Per valli et monti, pioggie et nebbie, innondationi grandissime Leipzigson giunto a Dresden, non dirö in mal hora, ma in mala staggione",zum lebhaften Bedauern Pauli's. Kurz vorher ereignete sich „cossadi colera grandissima dalla S. A. verso uno dei nostri", der Truppenwerben wollte, nach Dresden geführt und dort bis zum 15. festge-halten wurde, „non pur prigione, ma in servitü per la citä". 2 Wurdetrotzdem „passevolmente" aufgenommen ; . . . blieb l'/a Tage inDresden, reiste am Tag der Antwort ab 3 und kam heute hieher;hofft morgen nach Halle zu gehen; . . . wird seine Reise fortsetzen,bis an den dänischen Hof. . . . Bittet ihm nach Hamburg zu schreiben.
Em. Coli. Camerar. XIV. no. 179. Or.
23. Bürgermeister und Rat zu Köln an M |' z
Johann Casimir. ------—
April7Danken für J. C. Sehr, vom 11. März über die Neuerungen „...
ihres Erzbischofs, die J. C. auf dem kurf. Kapitelstag zu Bingen
vorbringen Hess. Beil. Copp. zweier zu ihren Gunsten ergangenen
1 Der Abschied ging dahin, zunächst den westfälischen Kreis zuerinnern und im Notfall die Hülfe des rheinischen, nieder- und ober-sächsischen Kreises in Anspruch zu nehmen. Beiliegend ein Sehr, desKreistags an den Kaiser gl. Datums. Der oben erwähnte Kreisoberstvon Westfalen ist der Herzog von Jülich. Von anderweitigen Be-wegungen spanischer Truppen berichtet ein Sehr, des M. Philippvon Baden an Jakobe von Jülich, Rastatt 14./24. März: die 3000Spanier im Land Lützelburg und der Stadt Trier wollten sichin die Kurpfalz legen und zunächst Kaiserslautern einnehmen (Düsseid.Famil. Sachen 40, Or.). Im Auszug eines Sehr, aus Strassburg 26. März(llarb. Frkr. 1587, Cop.) heisst es, J. C. habe etliche vornehme Spanierin seinem Land fangen und foltern lassen; sie hätten u. a. bekannt,die nachfolgenden Truppen sollten auf B. Boden angreifen, um J. 0.an der Unterstützung Navarras zu hindern.
2 Vgl. No. 24.
3 Segur schreibt den l./ll. April an L. Wilhelm (s. u. S. 18 A 4):„Regis Navarrae aulicum, qui literas deferebat, Anspachii ob nuptiasill mi prineipis Palatini [Pf. Friedrich, Sohn Pf. Wolfgangs, heirateteam 2G. Febr. eine Tochter Friedrichs von Liegnitz, Katharina Sophia]longiorem moram duxisse aeeepi, ita ut Dresdam nonnisi post dimissumdominum de Guitry pervenerit." Am 21. März schreibt Pauli an Came-rarius (Bm. Coli. Cam. XXIV, Or.): „Aliquot aeeepi abs te epistolas etheri illas, quas nobilis ille Navarrenus reddidit; de cuius negotio, quodhie agit, nescio quid sperandum sit. Nam ego etiam de omnibushumanis praesidiis desperare fere ineipio."
Bezold, Briefe des Pfalzgrafen Johann Casimir. III. "