9. 1587 7
Wo muglich sich einer gewissen zeit, damit Chastillon wissenmog; Navara nochmals zu dringen.
Die 7 orter zu beschicken, zu erlernen, ob die Evangelischendarunder gemeint und das es wider inen sei.
Was Sax Saphoy in 2 mal geschrieben, comunicirn."
Ma. 545. 4. f. 312. Eigh.
9. Zane an den Dogen. Januar
23Erzh. Matthias, der am 8. Dez. Wien verliess, 1 soll in Leipzig ^rr —
gewesen und (wie manche berichten nach einer geheimen Zusammen- e o Uarkunft mit Sachsen u. a. prot. Fürsten) nach Hamburg oder Lübeck pweiter gereist sein. — Die hiesigen Minister sprechen nicht darüber. ra ^Vermutungen über das Ziel der Reise: Polen, Dänemark undSchweden, um die Tochter des K. zu heiraten, wegen der polnischenWahl; die meisten für England: die Königin wolle ihn zum Grafenvon Flandern machen und vielleicht mit einer Verwandten ver-heiraten.... „Se teme grandemente, che se le scopri qualche malaintentione circa la religione"; 2 manche erklären es für eine vonden Früchten des Lüneburger Konvents. 3
Wien, D. V. XIII. Or.
Gefährdeten den Anfang machen; es sind dies Navarra, England, Schott-land, die Niederlande, die Pfalz und die evangelischen Kantone; jedersoll dann nach Kräften andere herbeiziehen, so z. B. Bern die übrigenevangelischen Kantone und die protestantischen Graubündner; J. C.werde die Fürsten seines Hauses und andere Fürsten und Herren sowiedie K. Städte dem Bund anzugliedern suchen und sich mit Bern darüberverständigen, welche Unterstützung mit Reiterei sie von ihm und welchemit Fussvolk er von ihnen zu erwarten habe und um welchen Sold.J. C. und Bern sollten gleich den Anfang machen, ohne auf die andernzu warten, und zwar auf einer geheimen Beratung in Strassburg, Baseloder Mühlhausen. Wegen Genfs bezieht sich J. C. auf seine mündlichenMitteilungen an Tillman; er hat an den Kf. von Sachsen geschrieben,um dessen Beziehungen zu Savoien zu Gunsten der Genfer in Anspruchzu nehmen; aber die Antworten des Kf., die er Tillmann mitgeteilt hat,stellen jede nähere Beziehung zu Savoien in Abrede. — Die BernerBeglaubigung für Tillman vom 11. Jan. wurde am 23. Jan. in Heidelbergüberreicht. J. C. im Kalender zum 23. Januar: „frue Palavicino audienzgeben, parle apres avesque capitaine Dilman" (Rom).
1 Vgl. über die Nordlandsreise des Erzh., der am 21./31. Dez. vonLinz aufbrach, Hurte r, Gesch. Ferdinands IL, V (Schaffhausen 1852),60 ff. Am 29. Dez./8. Jan. schrieb Matthias aus Nürnberg an Trautson.Am 31. Jan./lO. Febr. meldet Zane die Ankunft des Erzh. in Lübeck.
2 Ueber die Besorgniss, K. Elisabeth könnte den Erzh. entweder inden Niederlanden als „scudo contra il re cattolico" benützen oder zumNachfolger an der englischen Krone machen wollen, sowie über diehiemit verbundene Gefahr „di macchiare in punto di religione il sanguedi questa casa augusta", sprach „un principale ministro di S. M." mitZane (dessen Sehr, vom 31. Jan./lO. Febr.; am 7./17.'Febr. berichtet ernoch, M. warte in Lübeck auf besseres Wetter oder auf den Beschluss des eng-lischen Parlaments; am 21. Febr./3. März: an eine Heirat des M. mit der Ver-wandten Elisabeth oder mit dieser selbst sei nach dem Zusammentritt desParlaments kaum mehr zu denken; einige wenige sprächen von einerReise M. nach Spanien.
8 Ein Sehr. Joachim Friedrichs von Magdeburg an M. Georg Fried-rich, Halle 3. Febr., bringt die Reise des Erzh. mit der poln. Wahl in