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3 (1903) 1587 - 1592
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2 1587 23.

Bündniss J. C. mit Navarra gegen Lutherische und Papisten. 1 Etlichehohe Häupter nehmen es übel, dass J. C seinen Konzipisten ge-statte eine so scharfe Feder zu führen und sich anzumassen andernHerrn Ziel und Mass vorzuschreiben. Das Verfahren mit Kirchen-und Schuldienern in den Gemeinschaften. Verbot des Heiratensoder Uebersiedelns in die Pfalz für die Untertanen Benachbarter.Schlechte Behandlung von Gesandten (z. B. kürzlich von Würtembergund Veldenz). Verkleinerliche Reden, Gesänge und Reime überfürstliche Personen (Jäger u. Bader !) 2 . Rauhes und scharfes Verfahrender kurf. Kanzlei gegen etliche Grafen und vom Adel. Besonderswäre in der Umstätter Sache 3 mehr Rücksicht auf L. Georg oderdoch auf L. Wilhelm zu wünschen gewesen.

Hält dies meist für Calumnien, ist aber trotzdem um einenBesuch bei J. C. angegangen worden, um weitere Verhetzung derGemüter durch den Satan gegen J. C. und Schädigung der französischenHülfe zu verhindern. Doch könnte ihm eine Reise nach Heidelbergleicht missdeutet und als Anmassung verdacht werden. Ausserdemhat er täglich Warnung wegen des anrückenden spanischen Kriegs-volks. Endlich hat er bisherein abscheuen" getragen nachHeidelberg zu kommen, da er nicht weiss, was dem Beutrichio zuvertrauen, und solche schändliche Verläumdungen über den Prinzen,wie sie Beutrichius sammt dem Ambysio, der nun seinen Lohnempfangen, und dem unruhigen und gottlosen Datheno, der seinenBeruf verlassen und sich jetzt für einen Arzt ausgibt und lautBeilage fast in schweren Irrtum geraten wäre, auszugiessen pflegt,nicht noch einmal würde dulden können, wie er es zu Lebzeitendes Prinzen in Hoffnung auf dessen Versöhnung mit J. C. getanhat. 4 Wendet sich deshalb und da er keinen von den Seinigenschicken kann an G.

Wiesbaden (Dill. Arch. A 408). Cop.

Januar 3. Heinrich von Rantzau an König Friedrich

8 von Dänemark.

Segeberg

Werbung der hier angekommenen Strassburger Domherren 5durch Dr. Weiss über den Kapitelstreit; Bitte uni eine Legation

1 Dieses angebliche Bündniss zu jederzeitiger gegenseitiger Unter-stützung: mit 20 000 Mann hatte J. C. schon in einem Sehr, an L. W.vom 7. Dezember (über Dalwigks Beantwortung in Stuttgart) für lauterChimaera und Prätext erklärt; er sei keinem Potentaten oder Kommunendurch Bündniss, viel weniger irgend einem Potentaten mit jährlichenpensionibus verpflichtet (Wiesbaden).

2 Dalwigk hörte in Stuttgart, man singe in der Pfalz:unser herrder Pfälzer ist gewachsen dem bader, jager und sälzer" (Baden, Württem-berg, Salzburg.)

3 Vgl. J. C. Tagebuch S. 405 (s. u.); Cuno, Tossanus (Amster-dam 1898) II, 174.

4 Vgl. hiezu I. IM; 148; II. 7; 8; 10.

5 Vgl. A. Meister, der Strassburger Kapitelstreit (Strassb. 1899)S. 183 ff; 189 ff.