1587.
1. Segur an König Friedrich von Dänemark. Januar
1Wollte nach der Rückkehr der deutschen Gesandten aus WormsFrankreich 1 zu F. Ist durch Krankheit bisher verhindert worden.Schickt ein Sehr, des K. von Navarra „per Paulum Marbufum",kommt, sobald er reisefähig. . . . Bittet F. betreffs der Hülfe mitseinem Beispiel voranzugehen; . . . auf die Kff. durch einen ver-lässigen und klugen Sendboten einzuwirken. 2
Kopenhagen, Pr. Eef. Or.
2. Johann von Nassau an Otto von Grünrade. Januar
6
Teilt die ihm von vornehmen guten Leuten zugekommenen Dillen-Warnungen für J. C. mit. 3 Etliche Herren glauben an ein heimliches ^urg
1 Vgl. II. 496; 499.
2 Vgl. II. 508. Aehnliche Sehr. Segur's gl. Datums an Kursachsen (Dres-den, 8086, deutsch, Cnp.), Braunschweig (Wolfenbüttcl, Or.), Ludwig vonHessen (Marburg, Or., pr. Kassel 8. Januar); an Johann Georg von Anhaltschickt er das noeb an Joachim Ernst gerichtete kgl. Sehr, mit einem Kondo-lenzbrief durch Bongars (Zerbst Or.) Vgl. das Sehr. Johann Georgs undChristians von Anhalt an Navarra bei Beckmann 11,211. Daskgl.Schr.an Dänemark vom 15. Nov. 1586 wurde am 3. Febr. 1587 zu Skander-borg überreicht und von K. Friedrich ebenda am 4. Febr. beantwortet,unter höchst vertraulicher Mitteilung der Sehr, von Sachsen und Bran-denburg, trotz der in diesen enthaltenen für Navarra kränkenden undganz unbegründeten Verdächtigung; er könne allein nicht vorgehen,wolle aber die der Sache geneigten Stände weiter ermahnen (Kopenhagen,Lat. Prot.) Ablehnende Sehr. Sachsens an Navarra (2. Febr.) und Segurin Peiferi epp. S. 17 ff.; 269 f. (Or. Pb. V<= Colbert 402).
8 Die Veranlassung ging von L. Wilhelm von Hessen aus, der,seinerseits besonders durch die Beobachtungen seines Gesandten Dalwigkin Stuttgart (II. 503) beunruhigt, den Grafen J. durch den nassauischenRat Andreas Christian dringend ersuchte J. C. auf diese Dinge aufmerk-sam zu machen. (Bericht Christians über seine Unterredungen mitL. W. und Dalwigk zu Kassel, 11. Dez. 1586, Wiesbaden). L. W. betontevor allem die Haltung Sachsens, der nicht weniger als sein Vater vomKaiser und den papistischen Ständen eingenommen sei; wie früher alleinauf Oesterreicb gesehen, so hätten jetzt fast alle Stände ein Auge aufSachsen; J. C. sei bei Sachsen und Brandenburg sehr verhasst. DieEinzelbeschwerden gegen J.C. gehen meist auf württenbergische Aeusser-ungen zurück.
Bezold, Briefe des Pfalzgrafen Johann Casimir III. 1