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3 (1903) 1587 - 1592
Entstehung
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Von ausserdeutschem Quellenmaterial wurden abgesehenvon einzelnen Stucken aus Wien, Zürich, Bern und Basel vorallem die seinerzeit in Paris gesammelten Korrespondenzenzur Geschichte des Feldzugs von 1587 eingefügt. Ein Be-such in Brüssel 1891 ergab neben ein paar Stücken aus derKorrespondenz Alexanders von Parma mit Philipp iL Belegefür eine spanische Anknüpfung mit Johann Casimir im Früh-jahr 1588 un 1 für die Abenteurerpolitik des Pfalzgrafen GeorgHans. Eine 1897 nach Kopenhagen zur Benützung desdortigen Reichsarchivs unternommene Reise ist ebenfalls nament-lich den beiden ersten Jahren dieses Bandes wesentlich zuStatten gekommen. Obwohl sich die von mir gesuchten Werb-ungen und Beantwortungen pfälzischer Gesandter nicht auf-finden Hessen, ergab sich doch eine erwünschte Ausbeute anBelegen für die auswärtige Politik König Friedrichs II. inseinen letzten Lebensjahren, sowohl für seinen Verkehr mitden deutschen Protestanten als für seine Versuche die nieder-ländische Frage auf gütlichem Weg zu lösen. Endlich führtemich im Frühjahr 1901 ein überraschender Fund noch nachRom. Der Präfekt der vatikanischen Bibliothek P. Ehrlehatte nicht lange vorher unter andern Resten der im XVII.Jahrhundert nach Rom gelangten Heidelberger Schätze einestaatliche Reihe von Kalendern Johann Casimirs entdeckt,in denen der Pfalzgraf Tag für Tag eigenhändige Aufzeich-nungen über seine geschäftliche Thätigkeit, seinen diplo-matischen und sonstigen Verkehr, sein Familienleben nieder-gelegt hatte. Monsignore Ehses, dessen Arbeiten für diePublikation der Kölner Nuntiaturherichte sich ja vielfach undnahe mit den meinigen berührten, hatte die Freundlichkeitmich von dem Vorhandensein dieser wichtigen neuen Quellefür die Geschichte Johann Casimirs in Kenntniss zu setzen.Die Auswahl dessen, was für meine Publikation noch zu ver-werten war, konnte ich nur persönlich an Ort und Stelletreffen. Es fanden sich Kalender und Lassbüchlein des Pfalz-grafen aus den Jahren 1567, 1570/? 1, 1574, 15771588.Unmittelbar konnte ich freilich in den dritten Band nur nochdie Aufzeichnungen aus den Jahren 1587 und 1588 einarbeiten;Kalender aus den letzten Jahren scheinen sich leider nichterhalten zu haben. Einiges aus der früheren Zeit war noch