Druckschrift 
3 (1903) 1587 - 1592
Entstehung
Seite
IV
Einzelbild herunterladen
 

- IV -

beute, vor allem von einer Benützung des seither erschlossenenArchivs des auswärtigen Ministeriums musste ich infolge ver-schiedener zufälliger Verhinderungen Abstand nehmen, docherwiesen sich für die auswärtigen, namentlich französischenBeziehungen der deutschen Protestanten in diesen letzten Jahrendie deutschen Fundstätten ziemlich reichhaltig.

Der Inhalt des vorliegenden Bandes entstammt natürlichwieder zum überwiegenden Teil den Archiven des kurpfälzischenund der übrigen deutsch-protestantischen Fürstenhäuser. Nebenden drei grossen Münchener Archiven, aus denen übrigenswie früher auch die bairischen Korrespondenzen und Aktenherangezogen wurden, sind vor allem die Staatsarchive inDresden, Marburg, Berlin, Wiesbaden, Düsseldorf und Zerbstzu nennen; ausserdem lieferten manche Ergänzungen Wolfen-büttel, Hannover, Koblenz, von städtischen Archiven Strassburg,Frankfurt und Köln. Die Benützung eines interessantenKalenders des Burggrafen Fabian von Dohna aus dem Jahre 1589verdanke ich Herrn Professor Chroust, der mich auf diesesSchlobittener Dokument aufmerksam machte, einen BriefPezels aus der Berliner Staatsbibliothek Herrn Pastor F. W.Cuno. Noch in letzter Zeit wurde mir vom Gräflich Dohna'schenArchiv zu Lauck die Benützung der dort befindlichen Briefedes Burggrafen Fabian in zuvorkommendster Weise ermöglicht.Die gütige Vermittlung des Herrn Staatsarchivars Ilgen inDüsseldorf setzte mich ebenfalls noch vor Schluss des Werksin die Lage einige wichtige bisher nicht aufgefundene Stückeaus dem Jahre 1591 in den Nachträgen zu bringen. Endlicherwähne ich noch mit Dank die Staatsbibliotheken in München,Berlin und Darmstadt, die Heidelberger Univ.-Bibliothek unddie Bibliothek des Germanischen .Nationalmuseums zu Nürn-berg, von der mir die Khevenhüller'schen Briefbände wieder-holt zur Verfügung gestellt worden sind. 1

1 Nicht unerwähnt darf ich lassen, dass durch einen unglücklichenZufall die früher von Muffat und Eitter benützten kurpfälzischen Aktenüber die Vorbereitung und den Entwurf der ersten deutsch-protestantischenUnion (1590/91) im Münchener Eeichsarchiv bisher nicht wieder aufzu-tinden waren. Einen gewissen Ersatz boten mir die Auszüge, die mirmein verehrter Kollege Geheimrat Ritter nebst anderem für seine eigeneBearbeitung dieser Zeit gesammeltem Material aus München, Dresdenund Berlin in freundschaftlichster Weise zur Verfügung stellte.