507-508. 1586 443
komen solte, sonderlich wann der streit auch nicht kan bei-14. Novbr.gelegt [!], also das wir bei unserem gewissen sagen, das die con-sequenz mit der Vereinigung mit dem haus Bairn so hoch und weitaussehens hat, E. L. gelegenheit nach und der Pfalz zum besten,das wir furwar, wann es unser eigen sach wer, solchen Vorschlagnit aus banden Hessen; nemblich das wir verhoffen es dahin zubringen, was das strittig Cam anlangt und es jahrs ertragen mag,das ein gülden gelt mit 20 Bairn bezahlt nemen soll [!]. Dannobwohl man sich jetzunder daruff verlassen möcht, das nichtbald ein obman zu finden [?], weil die nidergesetzte richter pariavota haben von jedem teil', das darumb sich nit leichtlichsolt ein obman finden, der den undank verdienen wolt, und sodann der pfaffenkrieg, so nahe an der hand, angehen solte, sowürde die kais Mt. sich understehen, uff ansuchen Bairn entwederex officio ein obman zu ernennen oder die acta ad cammeramschicken, da dann, wann man einem uffs leder will und sie alleinein einzigen weltlichen fursten papistisch haben, der was vermag,gern das placebo spielen werden, bald ein urteil verfassen undalsdann, wie alle umbstend noch nit änderst zu gedenken, demandern teil, als Bairn beifallen.
Nun können E. L. dero pupillen allweg gelt bekommen, abernicht allweg solche vormauer mit Bairn; und ist das exemplumnoch recens mit E. L. herrn vattern churfurst Friederichen hoch-seligster gedechtnuss und Bairn." 1 ).......
Mb. 327/18 Cop.
1) Vgl. Kluckhohn, Briefe Friedr. des Frommen I, XLIV f.;567; II, 1030; Friedr. der Fromme p. 22. Verhandlungen über eine Erb-einigung -waren zwischen Pfalz und Baiern in den Jahren 1552—1559geführt worden, aber resultatlos geblieben, da eine von Baiern gewünschtepersönliche Zusammenkunft auf Hindernisse stiess; im Sept. 1560 ersuchteBaiern den Herzog von "Würtemberg die Handlung zunächst einzustellen(Relation des neuburg. Kanzlers Fröhlich vom J. 1602, Mc. FürstensachenCXXIV. 1024; vgl. 1041c). TJeber Verhandlungen der Pfalzgrafen wegeneiner Erbeinigung im J. 1583 vgl. no. 93': 240 A. 1; über den Gedankeneiner Uebertragung von J. 0. Administration auf Baiern no. 260 A. 2;286 A. 1; 293. — In seiner Antwort auf obiges Sehr. (Heidelb. 24. Nov.)erklärt J. 0. der Erbeinigung ferner nachdenken zu wollen; die ChamischeSache müsse er, solang Baiern sich nicht anders erklärt, im Rechtsgangbleiben lassen; in Sachen Pfalzburgs und der Nutzbarkeiten könne erohne die andern Interessenten nicht vorgehen. Pf. Johann meinte ineinem Sehr, an J. C. vom 2. November, G. H. würde seine Drohungensich zur Liga zu schlagen, verwirklichen, sobald er Gelegenheit odereinen Nutzen daraus haben könnte.
508. König Heinrich von Navarra an Kurfürst 15. Novbr.
Christian. _ ^a
Rocbelle
Sendet neue Instruktionen für Segur. 1 ) Dank für die Legation.Auflösung der feindlichen Heere; doch ist- ein neuer Angriff fürdas Frühjahr in Aussicht genommen, daher die ihm in Aussiebt