Druckschrift 
2 (1884) 1582 - 1586
Entstehung
Seite
437
Einzelbild herunterladen
 

504. 1586 437

danksagung der freundlichen hilf zu losung Pfalzburg, so E. L. 10. Novbr.sich erklärt, mit E.- L. von der zeit und methodo zu schliessen,dieweil die zeit bald verlauft, wie bald man ein Zusammenkunft derverwanten haben könte; obwohl wir uff E. L. das meiste funda-ment setzen und derhalben gern ein endlichs mit E L. beschlossennetten, sintemahl jetzunder eine gelegenheit wer, mit den Evange-lischen zu Frankreich und zu Wesel durch E. L. mittel die stattPfalzburg zu mehren und auch steur zur losung zu bekommen.

Zum siebenden, dieweil in dem lüttichischen kolenhandel unsalle wolfart schier gelegen und wir mangel gelts halben in gefahrstehen, das wir darumb kommen, wie doch in eil E. L. uns mitetwas betten helfen können bis zu unserer Zusammenkunft und be-ratschlagung des hauptwerks der anstellung aller der andern nutz-barkeiten. Zum achten haben wir E. L. die privilegia in originaliweisen wollen, die wir von erzherzog Ferdinants L., dem herzogenvon Bairn und herzog Philips Ludwigen bekommen haben, 5 ) inwelchen dreien furstentumben wir mit unserm schneidwerk allein,weil uns unser kunst niemand nachmachen darf, mit 6000 fl. allejähr uffs allerwenigs 6000 fl. einkommens machen könden. Zum9. woferr man uns die hand nit bald beut, wir in allerhand gefahrkomen, die dernach nit sobald wider hereiner zu pringeu, davonwir dann viel mit E. L. zu conferiren betten.

Zum 10. haben wir die hülzerne instrumenta mitgehapt, E. L.selbsten neben den buchern und modellen der kunststuck zu be-richten und gern anzuhören, in welchen puncten E. L. destohesser zu erklaren und die dubia, so sie gehabt hetten, zu re-solviren.

Uff solche puncten, weil wir wider unsern willen nicht zu-sammen kommen können, bitten wir E. L. freundlich und bruder-lich, die wollen einen oder zwen vertrauten gen Minfeld zu unsabordnen, das sie morgen da ankommen; wollen wir in vertrauen,so kurz wir können, dieweil wir nach haus zu eilen aus notwen-digen uhrsachen, ihnen unsere meinung und gutbedunken er-öffnen." ...

Mb. 327/18 Cop.

1) Vgl. no. 328; 341.

2) Cham war im J. 1349 von den Herzogen Stephan, Wilhelm undAlbrecht von Baiern an die Pfalzgrafen, im J. 1451 durch Otto vonMosbach an Ludwig von Landshut verpfändet, kurz darauf durch Otto IIwieder gelöst worden. Vgl. Kluckh. Br. I, 646; Stieve Urspr. des30jähr. Kriegs I, 84; 186 A. 4; Br. u. A. V, 36.

3) Ganz unwahrscheinlich.