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2 (1884) 1582 - 1586
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245
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315. 1& 85 245

2-1Eberg

"315. Johann Casimir an Kurfürst August. 24. Febr.

Heldel-

War ebenso erfreut über die Sendung eines so alten vor-nehmen Kats wieHauwold vom Einsidel als bekümmert über dessenBegehren. Schiebt dies, wie frühere beschwerliche Schreiben aufmiss^ünstige Berichte. Kann nicht denken, dass A. seinem in dergoldenen Bulle und dem pfälzischen Herkommen fundirten Vor-nehmen auf die Dauer Unrecht geben und die Hand von ihm ab-ziehen sollte; verweist namentlich auf seine ausführliche Antwort. 1 )Bittet, ihm freundlich gesinnt zu bleiben und nicht auf fliegendesGeschwätz oder ihren Religionsmissverstand Rücksicht zu nehmen.

Dr. 997B, Schriften betr. d. pfälz- Rel.-Veränderung 1584 5. Or.

1) Vgl. über diese Sendung des sächs. Kanzlers Einsiedel im Namenvon Sachsen und Brandenburg Kluckhohn, die Ehe des Pf. Job.Casimir p. 67 (1471 ff ; ebd Auszüge aus der sehr umfangreichen Ant-wort J. C. vom 24. Februar, die zuuächst den beiden KfF gegenüber seinVerfahren gegen die widerspenstigen lutherischen Geistlichen, seine Con-feasion und die Haltung seiner Rate zu rechtfertigen und dann in ihremfür Kf. August besonders bestimmten zweiten Teil die Vorwürfe zuwiderlegen Blicht, dass J. C. seine Gemahlin in Religionssachen widerseine Zusage bedränge und den jungen Kurprinzen auf alle Weise, auchdurch Misshandlungcn zur Annahme des Calviniemus zwingen wolle (Dr.a. a. 0. Or.; Ma. 545/4 f. 118; Mb. 112/2e f. 320 Copp.i. Ich will hiernur ein paar Ergänzungen zu dem Auszug bei Kl. geben. J. C. sagt vonden lutherischen Geistlichen: „In solchem unchristlichem lestern undschmehen sie nicht der geist gottes, der nicht poldert, nicht zanket, nichtBchmehet oder lestert etc., sonder die gewise hoffnung viel besserer undfeisterer pfrunden, deren sie anderstwo gewiss waren, wann sie nur alhiedapfer lestern, schelten und schmehen und gleichsam wie der teufel miteinem stank scheiden wurden etc., getrieben; inmassen solches der even-tus, da einer ein praelat, der ander, so alliier kaum diaconus, ein statt-licher pfarherr, der dritt sonst ein grösserer man, dann er alhie gewesen,■worden ist". Ausserdem hätten sie sich auch politische grobe Misshand-lung und besonders ehrenrührige Antastung seines Vaters und seinereignen Person erlaubt, „das S. F. Gn. ursach gnug gehabt (wie es solchenlestermeulern ohne allen zweifei bei andern fursten widerfahren seinwurde) sie ahn leib und leben zu straffen" [eine für Kf. August wohl-verständliche Andeutung!]; etliche hätten sogar „so weit sich den lester-teufel verfuhren lassen, das sie gesagt, pfalzgraf Friderich chur-furst seie nicht wert, ahn einem solchen ort zu ruhen, daandere Christen ligen; man solle ine ausgraben und ver-brennen; da doch vor hochgedachts des herzogen zu Sachsens etc. undmarggrafens zu Brandenburgs Cb. Gn. bewust, mit was eifer S. Ch. Gn.lobseligster gedechtnus neben andern S. Ch. Gn. weltlichen mitchurt'urstenund andern der A. C. verwandten atenden ir die wahre christliche religionAugspurgischer in gottes wort gegrundter eonfession angelegen seinlassen". Ueber die vormalige Erziehung des jungen Pf. Friedrich äussertsich J. C. sehr wegwerfend: „da derselbe noch das Vatter unser nichtrecht beten, dazu auch, was er an demselben gekönnt, ungeachtet gottlob er an der sprach Die ainigen mangel gehabt, doch nicht aussprechen,auch fast keinen buechstaben von dem andern unterscheiden können."Eine seiner religiösen Erziehung des Mündels entgegenstehende Verord-nung seines verstorbenen Bruders, „gesetzt das S. Oh. Gn. aus beredungunruwiger irriger pfaffen (aus deren köcher dann andere ungereumbte un-bestendige ding mehr, dem alten Sprichwort nach: Wann weiber und