IV Vorrede.
zurück. Dies macht sich, aber bei der getrennten Numerirungder Bände nicht so sehr fühlbar. Zu meinem lebhaften Be-dauern sind ausserdem in der chronologischen Einreihung ein-zelner Stücke Irrtümer vorgekommen; so bei no. 106 ff.; 495.Mancher Brief ist wegen des damaligen Schwankens zwischendem julianischen und dem neuen gregorianischen Kalendernicht mit voller Sicherheit zu datiren.
Mit Absicht habe ich die Streitigkeiten, die sich in Augs-burg an die Einführung des neuen Kalenders knüpften, sowiedie Händel zwischen den Strassburger Capitularen fast ganzbei Seite gelassen. Die letzteren gewannen erst nach derDoppelwahl des Jahres 1592 ein allgemeineres Interesse; vor-her kümmerte sich die Mehrzahl der evangelischen Reichsständeim Grunde nur wenig um diese wie um die Augsburger Sache.Tieferen Eindruck machten die Vorgänge in Frankreich seitdem Hervortreten der Ligue und namentlich die Gerüchte vonumfassenden katholischen Anschlägen gegen den deutschenProtestantismus. Daher habe ich, was hierauf Bezug- hat, inden Vordergrund gerückt und namentlich auch die mir zu-gänglichen katholischen Nachrichten über ligistische Umtriebeim Reich und am Kaiserhof aufgenommen. Einige Ergän-zungen hiezu sowie zu den verwandten Stücken des erstenBandes finden sich in der wiederholt angeführten Abhand-lung: „Kaiser Rudolf H und die heil. Liga". Dass aber seit1585 die Berührungen der Pfälzer mit Prankreich wieder indie erste Linie treten, bedarf wohl kaum einer besonderenBegründung.
München, Februar 1884.
Friß» m Bezoli.