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in eigentümlichem Widerspruch zu jenem Satze zum besten gab.Ich kann es mir versagen, auf diesen Widerspruch näher einzugehen,da es schon genügt, die Vorfrage zu erörtern, ob denn der aktuelleTod des Räubers in unserem Bilde so dargestellt ist, dass er zumAngelpunkt der ganzen Scene würde. Ich sehe nun in der Handlungdes Toten keineswegs den tödlichen Griff eines übermenschlichenWesens, sondern nur die ganz natürliche Bewegung einer Person,die den Räuber bloss von seinem Opfer fortreissen, dieses also be-freien will, das viel eher mit dem Tode bedroht erscheint. Ob dasdämonische „Gerippe" auch den darauf folgenden Tod des Räubersbedeuten soll, ist dabei ganz gleichgültig, weil für das eigentliche,künstlerische Verständnis des Bildes das Sichtbare zunächst alleinmassgebend ist; dieses zeigt uns aber, dass die Scene des räube-rischen Überfalls dadurch die wirksamste und befriedigendste, male-rische und dramatische Erweiterung erfährt, dass dem Räuber einWidersacher ersteht. Beim Anblick dieser drei Gestalten, die mit demAusdruck gleich starker, aber grundverschiedener Leidenschaft —Angst, Raublust, Rache — zu einer wild bewegten und doch prächtiggefügten Gruppe eng verbunden sind, wird ein Vorurteilsfreier überdem ästhetischen Genuss gar nicht auf den Gedanken verfallen, dasshier allen Frevlern eine Warnung vor dem ihnen drohenden schreckens-vollen Ende zugerufen werden sollte. Freilich ist jener ästhetischeGenuss, verstärkt durch die köstliche Realität aller Bildungen, nichtdas einzige, was uns in unserem Bilde anspricht. Wer könnte da-neben die echt HouiKiNsche Ironie übersehen, dass die dämonischeGestalt, die man als Bild des Todbringers aufzufassen gewohnt ist,gerade einen drohenden Tod abzuwenden sich bemüht, gewisser-massen der „Tod" als Erretter vom Tode. Es ist überflüssig, denUnterschied dieser Ironie von der vorhin erwähnten Moral zu erläutern.Jedenfalls lässt kein anderes Blatt, worin die Totengestalt ebensogewaltthätig in die Handlung eingreift, den Eindruck des eigentlichenTodbringers so sehr zurücktreten, wie das vorliegende.
Das Blatt 35 führt die Überschrift „die Edel fr au"; that-sächlich zeigt es statt einer Hauptperson ein junges Paar vornehmenStandes, weshalb der Titel „Neuvermählte" (Mechel) passender ist.Man glaubt zuerst eine gewöhnliche Totentanzscene vor sich zu haben;bei näherem Zusehen offenbart sie aber doch den modernen GeistHol.HEINS. Ein Edelmann führt seine junge Gattin im traulichen