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der prächtig wahren Kirchensccne mit den köstlichen verschiedenenTypen der Andächtigen und nicht in dem Dreinschlagen des Todes
t
tjegen Missethäter.
Nicht misszuverstehen istungerechten Richters (18)
hingegen
das ähnliche Bild desWährend er sich von einemWohlhabenden bestechen lässt und vielleicht gegen den danebenstehenden armen Mann entscheidet, dessen ganze Haltung Nieder-geschlagenheit verrät, hat sich, von niemand bemerkt, eine Totenfigurhinter den Stuhl des Richters geschwungen und sucht ihm den Stab,das Zeichen seiner Würde, zu entwinden. An die Stola auf demvorigen Bilde erinnert hier ein Attribut des Toten, das bisher niemandbeachtet zu haben scheint und das daher in den Kopien meist fehlt:der eiserne Halsring und die von ihm über den Rücken hinabhängendeKette, wie solche damals von Gefangenen getragen wurden. Wahr-scheinlich ist dies ein Hinweis auf die von demselben Richterunschuldig verurteilten Gefangenen. — Mienen und Haltung derBeteiligten sind wiederum ganz ausgezeichnet.
Es ist natürlich kein Zufall, dass in den vier zuletzt besprochenenBildern die Hauptpersonen sich auf erhöhtem Sitze befinden, wassonst nicht vorkommt, und die Toten hinter ihnen auftauchen; da-durch werden sie eben von der eigentlichen Handlung ausgeschlossenund zu visionären Nebenfiguren bestimmt — doch wahrscheinlich mitAusnahme des Gerippes auf dem Predigerbilde.
Der Pfarrer (22), der Arzt (26), der Sterndeuter (27),der Schiffsmann (30), die Edel f rau (35), die Spieler (41),der Räuber (44), der Blinde (45), der Kärrner (46), derelende Sieche (47).
Diese letzte Gruppe umfasst alle diejenigen Bilder, die sichin keine der vorigen Kategorien einreihen lassen und auch keinegemeinsamen Merkmale haben. Im allgemeinen entfernen sie sicham weitesten vom eigentlichen Totentanz und zeigen die reifstenSchöpfungen Holbeins auf diesem Gebiet.
Als erstes nenne ich hier ein Bild, dessen Gegenstand nochdem alten Basler Totentanz entnommen ist: der Tod als Führer desblinden Bettlers (45). Im Grossbasler Cyklus nimmt der Totedem Blinden unmittelbar vor dem offenen Grabe den stützendenStab und zerschneidet die Leine, an der der treue Hund seinenblinden Herrn leitete. Bei Holbein deutet nichts in gleicher Weise