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eins zum Schluss; eine Neuerung, zu der er teils
vier am Anfang,
durch Manuel und teils durch seine eigenen, kurz vorher begonnenenBibelillustrationen veranlasst wurde. Wie dem auch sei, so warensolche biblische Bilder jedenfalls nur als Illustration der Ansprachedes Predigers zu verstehen (s. S. i 50), nach dessen Beseitigung sienicht mehr recht hingehören. Man sieht daraus, wie rücksichtslosHolbein gegen die Tradition nicht nur des Grossbasler, sondern auchder anderen von ihm mitbenutzten Totentänze verfuhr.
Ebenso willkürlich griff er aus dem übrigen Inhalt dieser ver-schiedenen Totentänze das heraus, was ihm gerade passte, und fügteNeues hinzu; von einer bestimmten Reihenfolge kann überhaupt nichtdie Rede sein *), und das Beinhaus ist erst recht nicht an seinemPlatz, da die nächstfolgenden Bilder (Papst, Kaiser, König u. s. w.)ausser jeder Beziehung zu einem Zug der Todespaare stehen. Ver-mutlich trug dazu bei, dass Holbein vorher das Todesalphabet ge-schaffen hatte, das eine bestimmte und durchgeführte Anordnungebenso wie einen Text von vornherein ausschloss. Unter allen Um-ständen sah er von dem eigentlichen Plan, sei es des französischenoder des oberdeutschen Totentanzes, vollkommen ab und entlehntedaraus nur die einzelnen Motive für seine Bilder. Angeregt durchdas Grossbasler Gemälde, das er dauernd sah, und durch andereTotentänze, die er gelegentlich zu Gesicht bekam, schuf er seineBilder, wie sie sich seiner Phantasie gerade aufdrängten, als wahreImprovisationen, so dass bald der Einfluss der Vorbilder, balddie überquellende Schaffenslust und -kraft überwog, ohne den Zwangsorgfältiger Vorbereitung oder eines vorgefassten Planes, vielmehrmit unbewusster genialer Entscheidung. Infolgedessen konnte aberauch in den vom Zauber des Unmittelbaren durchwehten Bildernmanche Inkonsequenz und Unebenheit, Schwächliches und Über-triebenes mit unterlaufen.
Geht man von den Bildern aus, die sich noch am meisten denVorbildern anschliessen, so trifft man wohl einzelne Paare, gelegentlich
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auch tanzende und musizierende Totengestalten,
also Dinge, die
*) In den ersten LÜTZEi.BURGERschen Ausgaben, den sogenannten Probedrucken, gehen zweiOrdnungen, diejenige nach geistlichen und weltlichen Ständen und eine andere nach Männern undFrauen, durcheinander, und das Beinhaus beschliesst die Reihe, statt sie zu eröffnen. In den Buch-ausgaben wiederum folgen Ritter, Graf, Gräfin, Edelfrau und Herzogin auf eine ganze Reihe bürger-licher Personen u. s. w. Was Massmann von einer „Sinnigkeit" dieser Reihenfolge erzählt, trifftjedenfalls nicht Holbein, sondern die jeweiligen Herausgeber.