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Toten nichts gemein, sowie die Thätigkeit dieser HoLBEmschen Ge-stalten mit der Vorstellung eines personifizierten Todes nicht zuvereinen ist; menschlich lebend, aber phantastisch übermenschlichgebildet, erheben sie sich in das Gebiet dämonischer Wesen,die denn auch eine entsprechende Rolle in den einzelnen Bildernspielen. Um diesen Charakter vollends zu bestätigen, stattete Holbeinsie bisweilen mit jenen sonderbaren Merkmalen aus, dem Schwanzund dem Spitzohr des Fauns*).
Wie diese aus den Toten der alten Totentänze hervorgegangenenWesen ihrem Charakter gemäss in das Getriebe der Menschen ein-greifen , kann natürlich erst aus dem ganzen Zusammenhange dereinzelnen Scenen verstanden werden.
XVI.
DIE SCENEN DES GROSSEN TOTENTANZES.
schlechterte als verbesserte Wiederholung der altenVorbilder erblickt, kann eigentlich auch aus den ganzenBildern nicht eine von Grund aus neue Auffassungherauslesen. Seit Massmann und Schlotthauer hörtman es daher immer wieder, dass es Todesbilder seien, die inkünstlerischer Vollendung die beigefügten Verse illustrierten. Undwo es zu einer Erläuterung der einzelnen Blätter kommt, kann mansicher sein, meist demselben moralisierenden und nicht selten un-
glaublich
seichten Raisonnement zu begegnen, das wesentlich in
Umschreibungen oder Nachahmungen der alten Verse früherer Jahr-hunderte besteht. Man versteht es freilich, dass zu einer Zeit, alsdie Predigten Geilers , die Heures, die Buchausgaben der Dansemacabre, später die in einem ähnlichen Buch publizierten MERiANSchenStiche in zahllosen Ausgaben erschienen, auch die HoLBEiNSchen
An die Vermischung der Vorstellungen von Tod und Teufel, die ja anderwärts in der Thatvorgekommen ist, darf bei Holbein um so weniger gedacht werden, als bei ihm nicht seltenTeufel neben den Totengestalten vorkommen (B, M, X des Alphabets und 6, 20, 41 des grossen
Totentanzes).