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bloss ein Schatten, der eine seichte Furche andeutet. Ferner istjenes erstere Bild an der Aussenseite nur einmal zu sehen (26),in 15 und 43 nur eine Furche, in 45 ist auch diese zweifelhaft;in den übrigen ca. 30 Fällen der Aussenansichten des Oberarmsfehlt die Teilung vollständig. An der Innenseite des Oberarmszeigen sich die vermeintlichen zwei Knochen ganz auffällig beimPaukenschläger des Beinhauses (5) und beim Toten in Kardinals-tracht in 6, andeutungsweise in 21 ; die Furche kehrt in 25, 29, 37wieder, 3, 5, 24, 28, 35 lassen aber auch nicht einmal eine Furcheerkennen, was aber teilweise vielleicht durch den Schatten bedingtist, der auf diesem Körperteil liegt.
Alle diese Befunde vertragen sich nicht mit der Ansicht, dassHolbein das Skelett des Oberarms sich zweiknochig dachte und ihndurch diese zwei Knochen darstellen wollte, auch wenn wir von dendas Gegenteil beweisenden Skeletten der Dolchscheide ganz absehen.Hatte Holbein für seine Skelettbilder in den Holzschnitten sich einenzweiknochigen Oberarm ersonnen, so ist es nicht zu verstehen, warumer von dieser Erfindung einen so seltenen Gebrauch machte unddabei so auffällig die Innenseite des Arms bevorzugte; noch wunder-barer muss es erscheinen, dass ein Maler wie Holbein den vermeint-lichen einfachen Knochen gerade so dick zeichnete wie die beidenzusammen und dass er endlich diese letzteren, wo er sie dochanbrachte, meist nicht wirklich trennte, — dies geschah im ganzendrei- bis viermal — sondern nur durch eine seichte Furche an demungeteilten Stück andeutete. Will man nun etwa glauben machen,dass Holbein nicht wusste, was er that, oder dass er mit der Skelett-bildung zwecklos spielte, weil er sie angeblich nicht kannte? — Ausden angeführten Thatsachen ist vielmehr zu entnehmen, dass Holbeinden Oberarm seiner Totengestalten in der Regel einfach und in derStärke eines mageren intakten Arms zeichnete, dass er danngelegentlich und vornehmlich an der Innenseite jenes Oberarms,seltener an seiner Aussenseite eine Längsfurche anbrachte und sieendlich in ganz wenigen Fällen so tief und scharf ausführte, dasssie den Eindruck einer wirklichen Trennung des Arms in zweiHälften macht, die allerdings eine Ähnlichkeit mit zwei Knochenhaben. Daraus folgt aber, dass Holbein diesen Körperteil keineswegsals Skelett, und zwar willkürlich bald als einen, bald als zwei Knochenzeichnete, sondern dass er die geschilderte Knochenähnlichkeit nur