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oder weniger Monstrositäten, die ebensowenig wie der gänzlicheFortfall der Nasenbeine in No. 13 und 18 und Ahnliches irgendeinen ersichtlichen Zweck haben und daher auch nicht beabsichtigtsein können. Sind aber Absicht und Unkenntnis des Zeichners aus-zuschliessen, so mag die dem Holzschneider fehlende Kenntnis dieserDinge die kleinen Übertreibungen veranlasst haben.
Von den übrigen Eigentümlichkeiten der von Holbein gezeich-neten Schädel sind vor allem die Augenhöhlen (Orbitae) zunennen. Die leeren tiefen Höhlen sind die wichtigsten Merkmaledes Totenkopfs, so wie die Bewegungen des Auges und der Liderden Hauptanteil an dem Ausdruck des Lebens im Gesicht haben.Aber nur selten erscheint die Orbita bei Holbein als leere aus-druckslose Höhle oder mit wirklichen Andeutungen des Auges ver-sehen wie in den früheren Totentänzen. In einem seiner am wenigstengelungenen Totenköpfe ist ein wirklicher Augapfel mit Augensternin die Höhle eingefügt (29); trotzdem erscheint der Blick, weil dieLider fehlen, starr und leblos, gerade so wie bei der ähnlichenZeichnung des Auges im Apotheker von H 2 und in allen Bildernvon M 2 (Fig. 45, 49, 50). Mit besserem Geschick ist in 10 inner-halb der scharfen Umrisse der Orbita ein Auge mit Lidern wenigstensangedeutet und selbst eine seitliche Blickrichtung bestimmt. In allen
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übrigen Schädeln hat Holbein dagegen wirkliche Augen weggelassenund dennoch meist den Eindruck eines bestimmt gerichteten leben-digen Blicks erzielt, indem er den Schatten in der Augenhöhle nacheiner bestimmten Stelle zusammenzog oder durch Senkung desäusseren oberen Randes der Orbita und durch Zuspitzung ihresäusseren Winkels ein oberes Augenlid und einen Brauenwulst inbestimmter Lage vortäuschte (vgl. insbesondere 4, 17, 27, 28, 43).Wie meisterhaft ist in 4 der schielende Seitenblick des Toten ge-troffen , den er auf den neben ihm arbeitenden Adam wirft, oderder lauernde Blick des mit dem Narren tanzenden Toten (43); undwie trefflich verbindet sich in 28 der hinabgezogene Brauenrandmit einigen an der knöchernen Stirn angedeuteten senkrechten Falten,um dem Gesicht einen mürrisch boshaften Ausdruck zu verleihen.Nur in 11 und 42 scheint ein schwarzer Punkt im Grunde derAugenhöhle den Augenstern zu deutlich nachzuahmen.
Offenbar hat Holbein auch im Alphabet dieselben Kunstgriffe
Denn
angewendet
die aber in der Regel missverstanden wurden.