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Dies wird besonders durch die folgenden Thatsachen illustriert.Schon im Jahr 1523, also zur Zeit der Entstehung seiner erstenxylographischen Totentanzbilder, zeichnete Holbein in seinen apoka-lyptischen Reitern den Tod ganz in der späteren Art (Fig. 86).Dieses Bild ist aber eine Wiederholung der kurz vorher erschienenengleichen Darstellung von L. Cranach (Fig. 85; vgl. v. Öchelhäuser,S. 19); um so wichtiger ist es daher festzustellen, in welcher WeiseHolbein seine Vorlage kopierte. L. Cranachs „Tod" imponiert uns,trotz der teilweise freiliegenden Knochen des Rumpfs und der Glied-massen , nicht als Skelett, weil er einen vollständigen Greisenkopfhat; Holbeins Kopie, die jedermann als Skelett ansprechen dürfte,hat trotzdem ausser dem in den Totentänzen längst üblichen Toten-
Fig. 85. Der Tod aus den apokalyptischenReitern von L. Cranach,nach v. Öchelhäuser.
Fig. 86. Der Tod aus den apokalyptischenReitern, von H. Holbein,nach v. Öchelhäuser.
schädel keine andere Skelettähnlichkeit vor dem Original voraus.Hier wie in allen ähnlichen Fällen richtet sich also der Eindruckhauptsächlich nach der Bildung des Kopfes. In Cranachs Gestaltsind die Schulterblätter, das Becken und das Hüftgelenk freigelegt,dagegen der Oberarm und der Oberschenkel mit deutlichen Muskel-anschwellungen versehen, der Unterarm und der Unterschenkelwiederum als zweiknochige Teile behandelt. Diese eigentümlicheVerbindung von Merkmalen eines Muskelkörpers und eines wirklichenGerippes stammt nicht aus den apokalyptischen Reitern von Dürer,die im übrigen die Vorlage L. Cranachs waren; denn dort ist derTod einfach ein magerer Mann. Cranach muss also seine Todes-
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figur mit Hilfe anderer Skelettbilder komponiert haben. Holbeinänderte sie wiederum in seiner Weise ab: Rückgrat und Rippen