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Holbeins Totentanz und seine Vorbilder
Entstehung
Seite
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Dafür spräche nach Burckhardt ferner der Umstand, dass das Bilddes Predigers, das im Grossbasler Predigerkloster nicht fehlendurfte, in Klingenthal fortfiel, weil es dort nicht unerlässlich schien;und endlich sollte der Ausdruckschwarze Brüder" gerade auf dieDominikaner als Veranstalter des Totentanzes und somit auf diePriorität ihres Gemäldes hinweisen.

Diese letztere Auslegung derschwarzen Brüder" und die An-nahme hinsichtlich der Prediger hat sich uns jedoch schon als irrigeergeben (S. 17, 12 5). Auch wäre die angeführte Erklärung, warumder Prediger in Klein-Basel fehlte, recht wenig geeignet, das erste

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Argument Burckhardts, das er dem Text der Begine und des Bein-hauses entnahm, zu stützen. Denn wenn die Klosterfrauen diesenangeblich anstössigen Text immerhin kopieren liessen, während siedas Bild des Predigers nur deswegen unterdrückten, weil es ihnennicht gerade nötig schien, so dürfte die behauptete Anstössigkeitjenes Textes doch nicht so gross gewesen sein.

Ob nun aber dieses Argument beweiskräftig ist oder nicht, sobleibt doch die Häuptsache die, dass die bezüglichen Textstellensämtlich nur von Klingenthal bekannt sind und ihre Verwertung da-von ausgeht, dass sie anfangs auch in Gross-Basel vorhanden warenund nur durch den pietätlosen Klauber übermalt und abgeändertwurden: eine Behauptung, die sich in keiner Weise begründen lässt.Denn selbst wenn man diesem Ausbesserer die umfassendsten Ab-änderungen des ursprünglichen Textes und der Bilder zuschreibenmüsste, so wäre damit nichts weiter als erst die Möglichkeit gegeben,aber noch lange nicht ein wirklicher Nachweis, dass beide Gemäldevor Klaubers Zeit identisch waren. Dies bliebe also bloss eine Ver-mutung , auch wenn Klaubers Anteil an den uns bekannten Gross-basler Bildern nicht ein so beschränkter wäre, wie es dargethanwurde. Halten wir uns dagegen an die Malerei selbst, nicht blossan ihien Inhalt, so liefert sie uns ganz positive Zeugnisse über dasVerhältnis beider Gemälde, die alle Vermutungen überflüssig machen.

Es sind hier vor allem die ganz durchgängigen Änderungen inder Auffassung und Zeichnung zu beachten, die das Grossbasler Ge-mälde gegenüber dem Klingenthaler aufwies und die derart sind,dass sie nicht durch blosse Korrekturen an schon vorhandenenFiguren, sondern nur durch eine ganz neue Malerei entstehenkonnten. Hätte Klauber diese Arbeit gethan, dann wäre er nicht