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davon aus, was ich widerlegt habe, dass nämlich Merian es „genau"in dem Zustande von 1616 kopierte und Buchet, 1773 „kaum nochin unbedeutenden Einzelheiten" von ihm abwich (No. 4, S. 62).Beides ist unrichtig; und die nachgewiesenen Abweichungen Meriansvom Original und daher von Büchel sind, wie sich zeigen wird,durchaus nicht bedeutungslos. Burckhardt beachtete eben in denBildern vornehmlich oder ausschliesslich den allgemeinen sachlichenInhalt als Illustration des Textes, nicht ihren selbständigen Wert,ihre Ausführung; deshalb entging ihm auch so vieles, was auch fürseine Untersuchungen wichtig war.
In Büchei.s Zeichnungen lernen wir das Grossbasler Gemäldekennen, so wie es nach der Übermalung von 1568 aussah; es bleibtnun vor allem zu untersuchen übrig, ob diese Übermalung wirklicheine so eingreifende war, wie es Burckhardt annimmt, was dar-auf hinauslaufen würde, dass Klauber im genannten Jahr eine voll-kommene „Neumalung des ganzen Gemäldes" vornahm (BurckhardtS. 72). Ich wende mich zuerst zu den von Burckhardt und seinenVorgängern besonders aufgeführten Veränderungen dieser Art.
Die beiden letzten Bilder, die Mutter mit dem Kinde (38) undder Maler (39)*), unterscheiden sich von denselben Nummern desKlingenthaler Gemäldes, nämlich dem Kind (38) und der Mutter (39)sehr auffallend, wogegen wenigstens der Maler, der nach den VersenKlaubers eigenes Bildnis darstellt, unzweifelhaft mit der gleichenFigur im Berner Totentanze korrespondiert. Nach Wackernagelwäre es zu umständlich, mit Massmann anzunehmen, dass Gross-Basel diese Bilder schon vor der Entstehung des Berner Gemäldes(1515—1520) besessen und Klauber nur sein und seiner FamilieBildnisse eingefügt hätte **). Daher entschied er sich für die Prioritätder Berner Bilder. Ich finde aber nicht, dass jene „Umständlich-keit" Wackernagels Ansicht genügend begründet, und vermisse auchhier wiederum die Zeugnisse, die sich aus den Bildern selbst soeinfach ergeben. Noch weniger überzeugt Burckhardts Raisonnement.
) Über den Sündenfall, der diesen Bildern folgte, lässt sich deswegen nichts Genaueres aus-sagen, weil er in seinem früheren Zustande nur aus den wenig zuverlässigen Bildern Fröhlichs undMerians bekannt ist (s. o. S. 114). In dieser F'orm stammt er jedenfalls nicht von dem erstenMaler unseres Totentanzes; in Klein-Basel fehlte er ganz.
**) Die genauere Bezeichnung der Bildnisse KClauhers, seiner Frau und seines Söhnchens istein Zusatz Fröhlichs. — Beiläufig sei noch bemerkt, dass die zwei letzten Verse des Malers beiMerian (i 725) und Mechel (1796) fehlen.