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Büchel lässt das Messer des Kochs auf dessen rechter Seite hängen;infolge der FRöHLicuschen Abänderung konnte es da nicht sichtbarbleiben und wurde daher auf die linke Seite verlegt. Nach Büchelträgt der Koch über dem Rock eine kurze, seitlich aufgesteckteSchürze, die daher viele Falten in flachen Bögen von einer Seitezur anderen wirft; Fröhlich und nach ihm Merian zeichnen statt derSchürze einen kurzen und ganz faltenlosen Rockschoss. Dass Bücheldie Schürze nicht erfunden hatte, beweist der Umstand, dass Chovinden Rockschoss zwar nach seinem Vorbilde Merian unverdeckt liess,aber mit den beschriebenen Falten der Schürze versah; dies warfreilich ganz widersinnig, entsprach aber der Gewohnheit unseresKopisten, seinen beiden Vorbildern, Merian und dem Originalgemälde,gleichzeitig gerecht zu werden. Jene Schürze ist aber auch älter alsMerians und Fröhlichs Abbildungen, da sie bereits an dem Kochin Klingenthal (Fig. 35), in den Heidelberger Holzschnitten und endlichan dem Koch in Bern (Fig. 59) vorkam, dessen Formverwandtschaftmit seinem Kollegen in Gross-Basel allgemein anerkannt ist. Kurz,der FRöHLiCHSche Koch und ihm nach der MERiANSche sind eine freieVariante nach dem Original, das nur von Büchel treu überliefert wurde.3. Ein schönes, von Klingenthal überkommenes Motiv ist dietiefe Neigung des Kopfes der Sterbenden, das Büchel am rechtenPlatz nirgends vermissen lässt, Merian aber gelegentlich ganz fort-lässt. Die Treue der BüCHELSchen Kopie in diesem Stück erweistsich unter anderem aus dem zufällig erhaltenen Original der Her-zogin (s. S. 112 und das erste Blatt in Massmanns Atlas); dass da-gegen Merians vollkommen gerade, hölzerne Figur der Herzogin(Fig. 54, 55) nicht etwa einen älteren Zustand des Gemäldes wieder-giebt, erkennt man aus der analogen Behandlung des Krämers(Fig. 56, 57). Dass dieser mit der Hand nach dem Kopf greift,ist eine ebenso natürliche wie schöne Gebärde, wenn sie sich, wiein Büchels Zeichnung, mit einer seitlichen Neigung des Kopfes unddes ganzen Oberkörpers verbindet; bei dem völlig steifen KrämerMerians ist dieselbe Gebärde unverständlich, beinahe komisch undzugleich ein sicheres Zeichen eines unachtsamen Kopisten, der nurdas Auffälligste, aber nicht den ganzen Zusammenhang beachtet. DerErfinder des ganzen Motivs konnte die Handgebärde nicht ohne eineentsprechende Körperhaltung darstellen; und wenn Merian in anderenFällen, z. B. beim Jüngling, das Zusammensinken des Sterbenden