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Anordnung der Stadtverwaltung abgetragen, wobei nur geringe Restegerettet wurden, die sich gegenwärtig im Historischen Museum vonBasel befinden (vgl. No. 5).
Trotz der geschilderten Berühmtheit unseres Totentanzes warer keineswegs eine originale Arbeit. Als Büchel den KlingenthalerTotentanz entdeckte, konnte ihm dessen grosse Übereinstimmungin Text und Bildern mit dem Grossbasler Gemälde nicht entgehen.Da ihm der letztere in allen Stücken „verbessert", d. h. von einervollkommeneren Malerei zu sein schien, erklärte er ihn für eineKopie des Klingenthaler Gemäldes. Dieser Ansicht schlössen sichdie späteren Untersucher des Totentanzes an, bis erst neuerdingsBurckhardt-Biedermann dagegen auftrat, das unleugbar jüngere Ge-präge des Grossbasler Bildes ausschliesslich für die Folge derspäteren Übermalung durch Klauber (1568) und dieses in seinemursprünglichen Zustande für das eigentliche Original des BaslerTotentanzes erklärte. Der Versuch Burckhardts, diese neue Auf-fassung und Deutung der Basler Totentänze im einzelnen zu be-gründen, ist insofern ganz berechtigt und dankenswert, als er zueiner genaueren Kritik dessen zwingt, was seit so langer Zeit undnamentlich auf Grund der irrigen Datierung des Klingenthaler Bildesohne weiteres hingenommen wurde, nicht als Ergebnis eingehenderUntersuchung, sondern als Ausgangspunkt jedes weiteren Vergleichs.Überlegt man ferner, welche Rolle gerade das Grossbasler Ge-mälde in der späteren Geschichte der Totentänze spielte (s. o.), soversteht es sich von selbst, dass die von neuem aufgeworfene Fragenach den Prioritätsrechten der beiden Basler Klöster im Vorder-grunde jeder weiteren Untersuchung steht.
Für die Prüfung des Grossbasler Totentanzes steht uns einweit grösseres Material zu Gebot als für das Klingenthaler Gemälde,nämlich erstens die noch erhaltenen Reste des Originals*) und danndie mehrfachen Kopien. Jene Reste sind aber nach ihrer Ent-fernung von ihrem ursprünglichen Platz, wo sie schon Büchel sehrverblichen fand, stark übermalt worden; und da sie zudem nur die
") Es sind die folgenden 18 Stücke: ein Fragment des Beinhauses, der Kaiser, die Königin,Bischof, Herzog, Herzogin, Graf, Jurist, Ratsherr, Arzt, Edelmann, Edelfrau, Kaufmann, Äbtissin,Waldbruder, Herold, Koch, Bauer. Die unteren Partien und die Toten fehlen in diesen Original-stücken ganz. Einige andere Stücke, die gleichfalls gerettet waren, sind verschollen (No. 5, S. 201,No. 50, S. 55).