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für die Geschichte der gemalten Totentänze wenig belangreich ist.Ich benutzte das von Massmann als zweite Ausgabe bezeichneteMünchener Exemplar. Eine vollständige Kopie der Bilder nach demverlorenen Strassburger Exemplar befindet sich in dem Buch vonKastner, Les danses des morts.
X.
DER GROSSBASLER TOTENTANZ.
ER Totentanz auf der Kirchhofsmauer des Dominikaner-klosters in Gross-Basel ist von allen ähnlichen Wand-gemälden am längsten und weitesten bekannt und be-rühmt gewesen. Seine Lage an einem öffentlichen Ortder von Fremden vielbesuchten Stadt machten ihn zueiner Sehenswürdigkeit, deren Ruf sich durch Jahrhunderte erhielt unddie sowohl zu manchen freien Nachahmungen (s. Bern, Holbein) wie zuzahlreichen Kopien in Holzschnitt und Kupferstich (Fröhlich, Merian,Chovtn) Veranlassung gab, wodurch ihre Kenntnis noch weiter ver-breitet wurde*). Auch sorgte die Stadt Basel in früheren Zeitenfür die Erhaltung des Gemäldes; es wurde, weil ursprünglich aneine offene Mauer gemalt, durch ein Dach und ein Holzgitter gegendie Unbilden des Wetters und sonstige Beschädigungen geschützt**)und mehrfach, 1568, 1616, 1658 und 1703 ausgebessert (MassmannNo. 50, S. 49 f.). Zu Büchels Zeit (1773) war es freilich wiedersehr verdorben; wenn aber auch eine Ausbesserung unterblieb, sowar doch das Interesse am Gemälde noch nicht ganz erloschen, daBüchel eine besonders schöne Kopie „aus hohem obrigkeitlichenBefehl abgeschildert" hat. Erst 1805 wurde die Mauer mit demberühmten Totentanz, um die Ausbesserungskosten zu sparen, auf
' In älterer Zeit wurde selbst H. Holbkins Name mit diesem Totentanz in Verbindunggebracht, besonders infolge der Fälschungen Fröhlichs (s. Massmann No. 50).
**) Diese schon von Merian angegebenen Schutzvorrichtungen sind am besten auf einer vonAchilles BurckhardT (No. 5) veröffentlichten Zeichnung von 1805 wiedergegeben.