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unmittelbar nacheinander von demselben Maler angefertigt sein sollenund gerade die angebliche Kopie in Klein - Basel die ursprünglicheForm vollkommen gewahrt haben soll.
Die einzige bestimmte Angabe über den Ursprung des Klingen-thaler Gemäldes rührt von Seelmann her. „Jedenfalls ist es That-sache, dass bald nach 1437 ein vom Niederrhein gebürtiger Malerbeauftragt wurde, nach einem auswärtigen von ihm besichtigten oderihm nur beschriebenen Vorbilde einen Totentanz in Basel zu malen.Sein Vorbild ist vielleicht die Danse macabre der Sainte - Chapellevon Dijon gewesen" (No. 63, S. 29, 30). Wie sich uns aber gezeigthat, kann jene BuRCKHARDTsche Zeitangabe nicht mehr als Thatsachegelten; und die Vermutung bezüglich des Dijoner Totentanzes von1436 hilft uns, auch abgesehen von der unzutreffenden Zeit, schondeshalb sehr wenig, weil wir von seinem Inhalt gar nichts wissen.Wenn Seelmann dann als weitere Thatsache hinstellt, dass die Vor-lage des Klingenthaler Malers unter allen Umständen ein französischerTotentanz war, der von einer anderen Fassung als die Pariser Dansemacabre, aber mit dem alten Schauspiel „identisch oder aus diesemunmittelbar umgestaltet" gewesen sein musste, so ist auch dies nicht
etwa „sicher"
sondern ebenfalls eine Vermutung, für die Seelmann
eine Begründung schuldig geblieben ist. Den angeblichen Gegensatzder Pariser Danse macabre und des alten Schauspiels habe ich schondiskutiert: bis auf solche Ausnahmen, wie sie bei den meisten Kopienvorkommen, ist er gar nicht vorhanden (S. 44 f.). Aber auch abgesehendavon ist die Behauptung, dass der Klingenthaler Maler nach einerdem französischen Schauspiel wesentlich gleichen Vorlage gearbeitethabe, in dem Munde Seelmanns um so auffälliger, als er ja anderer-seits behauptete (S. 56), auch der Lübecker Text sei eine„Übersetzung" desselben Schauspiels. Soll dies heissen, dass die Unter-schiede zwischen dem Lübecker und dem Baseler Gemälde so unter-geordnete sind, dass ein dem Lübecker wesentlich gleiches französischesBild die unmittelbare Vorlage des Baseler Malers sein konnte odermusste, dann hätte die Bedeutungslosigkeit jener Unterschiede in demformalen Inhalt, in der Gesamtauffassung und einzelnen Ausführungder Bilder denn doch irgendwie begründet werden müssen. Wirerfahren aber darüber bei Seelmann gar nichts. Wenn er dagegenangesichts des unverkennbar ansehnlichen Masses jener Unterschiededie Bedeutung des hypothetischen Vorbildes des Baseler Gemäldes