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Holbeins Totentanz und seine Vorbilder
Entstehung
Seite
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Fig. 38. Edelfrau aus dem KUingenthalerTotentanz, nach Büchel.

können also offenbar nur von jemandherrühren, der bloss den Einzelteilund nicht das Ganze im Auge hatte,d. h. von einem gedankenlosen Aus-besserer kleiner verwischter Stellen.Bei den Wiederholungen dieser dreiFiguren in Gross-Basel ist dann auchdie Korrektur nicht ausgeblieben(Fig. 3641). Aber nur am Totenwurde die falsche Überschneidung zu-recht gestellt; am Ritter und am Nar-ren beseitigte der Grossbaseler Malernicht den Grundfehler, die falscheÜberschneidung, sondern dessenüble Folgen, d. h. statt einiger Linienveränderte er einen grossen Teil derUmrisse, verschob den Oberkörpernach der einen und das Becken mit dem Ansatz der Schenkel nach deranderen Seite, bis die Stellung wenigstens eine mögliche wurde. Wasihn auch dazu bewogen haben mag, so hat dies doch für uns den Vor-teil, den ganzen Zusammenhang des Verfahrens einsehen zu können.Eine interessante Bestätigung meiner Auffassung finde ich auch

in Buckels erster Zeichnungdes Ritters, indem dort dierichtige Überschneidung ineiner zarten, halbverwischtenLinie sie ist in unsererAbbildung etwas zu stark aus-gefallen angedeutet ist,wohl dem letzten Restdes ursprünglichen Zustandes.Glücklicherweise unterliessaber Büchel infolge seinergrossen Gewissenhaftigkeit,jener Andeutung Folge zugeben und seine Originalkopieauf Kosten der sachlichenTreue zu verbessern. Dagegen

Fig- 39-

Edelfrau aus dem Grossbaseler Totentanz,nach Büchel.